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Brandenburg/Havel Freie Wähler wollen ins Rathaus
Lokales Brandenburg/Havel Freie Wähler wollen ins Rathaus
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19:33 27.11.2018
Norbert Langerwisch Quelle: Wirsing
Brandenburg/H

Die Freien Wähler wollen es unbedingt wissen zur nächsten Kommunalwahl im Mai 2019. Von 69 möglichen Kandidaten, die sich in den drei städtischen Wahlkreisen bewerben dürfen, wollen sie alle Plätze besetzen. Die ersten 35 haben bereits dem Landesverband ihre Bereitschaft schriftlich bestätigt. „Darunter sind auch bekannte Namen wie Christian Fenske, Torsten Blume, Norbert Maul oder Claudius Föllmer“, sagt Fraktionschef Dirk Stieger.

Thomas Schulz ist Direktkandidat im Wahlkreis 16. Quelle: André Wirsing

„Unser Motto lautet nicht umsonst ,Freie Wähler in die SVV – damit sich was bewegt’. Wir wollen im nächsten Jahr ein so starkes Ergebnis erzielen, das uns in die Lage versetzt, einen Beigeordneten im Rathaus zu stellen“, kündigt der Stadtverordnete Norbert Langerwisch an.

Man wisse schon, wer das sei und dass derjenige Fachkompetenz habe, doch wolle man den Namen nicht vorab verbrennen. Könnte auf den derzeitigen Sprecher der Freien Wähler in der Stadt Marco Bergholz hinauslaufen.

Die Frage, ob die Freien Wähler dafür einen oder beide Beigeordnete (Michael Brandt, CDU und Wolfgang Erlebach, Die Linke. Anm.d.Red.) abwählen lassen wollen, beantwortet Stieger nicht direkt, sondern sagt: „Wir wünschen uns eine funktionierende Stadtregierung. Es gibt einen sehr guten Oberbürgermeister. Aber Beigeordnete, die kompetent in ihren Fachbereichen arbeiten können – diesen Zustand haben wir momentan nicht.“ Zu den kommunalpolitischen Zielen sagt Stieger: „Die Wertschöpfungskette beginnt nicht mit der Wildblumenwiese.“

Es gehe vielmehr darum, die Einnahmen für die Stadt zu verbessern, etwa durch ein Ausweisen von weiteren Gewerbe- und Industrieflächen, auch zusammen mit dem Umland etwa in Rietz gemeinsam mit Kloster Lehnin. Zugleich müsse man Zuzug an den Rand der Metropolenregion organisieren, mit preiswertem und modernen Wohnraum, zugleich auch mit dem nachgefragten höherwertigen Segment, wie es beispielsweise in der Neuendorfer Straße oder rings um den Packhof geplant ist. Für den für jedermann bezahlbaren Wohnraum komme beispielsweise das ehemalige Militärareal an der Magdeburger Straße in Frage. Die Freien Wähler wollen ein Ergebnis deutlich über fünf Prozent erzielen.

Dirk Stieger (rechts) übergibt 611 Unterschriften gegen Straßenausbaubeiträge an Freie-Wähler-Landeschef Peter Vida. Quelle: André Wirsing

Ein neuer Landtag wird außerdem im nächsten Herbst gewählt. Da schicken die Freien Wähler im Wahlkreis 17, der fast das gesamte Stadtgebiet umfasst, Norbert Langerwisch (67) ins Rennen.

Der gibt sich selbstbewusst: „Wenn ich mir meine bislang bekannte Konkurrenz anschaue, dann ist mir nicht bange. Ich habe Wahlkämpfe mit Dietlind Tiemann durch, das war noch eine richtige Gegnerin.“ Langerwisch sei auch landesweit eines der bekanntesten Gesichter der Freien Wähler, lobt Landeschef Peter Vida. deshalb habe die Zentralversammlung aller Wählergruppen jüngst Langerwisch mit 104 Ja- und einer Nein-Stimme nominiert und ihm auch den Listenplatz 8 gegeben.

Im Wahlkreis 16 (Görden, Plaue und Altkreis) tritt Thomas Schulz (56), der Bürgermeister der Gemeinde Roskow (Amt Beetzsee) an. Er will vor asllem die interkommunale Zusammenarbeit stärken und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Dörfer lebenswert bleiben. „Unsere Kinder gehen auf die Gymnasien in der Havelstadt, viele Arbeitsplätze sind hier. Wir sind gleichzeitig froh, dass wir unsere Grundschule retten konnten. Gerade haben wir wieder steigende Kinderzahlen.“

Seit vielen Jahren würden die Menschen in der Region beispielsweise auf bessere Verbindungen warten. Als Beispiele nennt Schulz den jämmerlichen Zustand der Landesstraße in seinem Ort, aber auch die immer noch fehlende Radweg-Etappe von Klein Kreutz nach Saaringen.

Von André Wirsing

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