Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Freies Geld in Straße und Schiene stecken
Lokales Brandenburg/Havel Freies Geld in Straße und Schiene stecken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:23 14.11.2017
Franz Herbert Schäfer bleibt Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Kloster Lehnin – Groß Kreutz (Havel) Quelle: Frank Bürstenbinder
Anzeige
Schenkenberg

„Das Land muss liefern, wenn es um die Stärkung des ländlichen Raum geht. Sonst wird es immer schwieriger Politik auf dem Land zu machen.“ Mit eindringlichen Worten hat Franz Herbert Schäfer vom CDU-Gemeindeverband Kloster Lehnin-Groß Kreutz (Havel) die Lage der großen Parteien vor der Regierungserklärung von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) an diesem Mittwoch beschrieben. Mit dem Aus für die Kreisgebietsreform seien 400 Millionen Euro freigeworden. Jetzt müssten die Christdemokraten darauf achten, das ein Teil des Geldes in die Region gehe, so Schäfer auf der Jahresmitgliederversammlung des Gemeindeverbandes. Insbesondere wird eine Taktverdichtung des RE 1 mit zusätzlichen Halts in Götz und Groß Kreutz gefordert.

Doch die Menschen in Kloster Lehnin und Groß Kreutz (Havel) erwarten mehr. „Obwohl es uns wirtschaftlich gut geht, gibt es eine große Unzufriedenheit. Die Leute erwarten, dass wir ihre Probleme ernst nehmen. Auch wenn manche Dinge nicht umsetzbar sind“, stellte Schäfers Parteifreund Reth Kalsow fest, der seit 14 Jahren CDU-Bürgermeister von Groß Kreutz (Havel) ist. Frank Wetzel, Ortsvorsteher von Prützke, erinnerte an das Autobahn-Dilemma: „Bei Umleitungen sind unsere Straßen zu. Die Bürger fragen, warum wir nichts tun.“ Wetzel bedauerte, dass in der Öffentlichkeit zu wenig über den geringen Handlungsspielraum einer Kommune bekannt ist. Das betrifft auch den desolaten Zustand der L 86 nach Schmergow, wo das Land als Straßenbaulastträger in der Pflicht ist.

Alarmzeichen für die CDU

Die CDU in Kloster Lehnin und Groß Kreutz (Havel) ist aus den jüngsten Bundestagswahlen als stärkste politische Kraft hervorgegangen. Bundestagskandidatin Dietlind Tiemann lag rund zehn Prozent vor dem SPD-Mitbewerber Erardo Rautenberg. „Das war ein großer Sieg, der uns bei allen Problemen optimistisch in die Zukunft blicken lässt“, meinte Kalsow. Der Schenkenberger muss sich 2019 der direkten Wiederwahl zum hauptamtlichen Bürgermeister von Groß Kreutz (Havel) stellen. Doch gleich nach der SPD hat sich die AfD in der Wählergunst auf den dritten Platz geschoben. Ein Alarmzeichen für die Christdemokraten an der Basis. Auch sie müssen liefern, um Frustwähler zurückzugewinnen.

Steht 2019 zur Wahl: Reth Kalsow (CDU), Bürgermeister von Groß Kreutz (Havel) Quelle: JACQUELINE STEINER

So werde seine CDU-Fraktion im Gemeinderat den Neubau der Jeseriger Kita tatkräftig unterstützen, kündigte Schenkenbergs Ortsvorsteher Christian Sommer an. Der Kloster Lehniner Gemeindevertreter Harry Grunert verwies auf die Erfolge bei der Entwicklung des Lehniner Schulcampus. Jetzt gelte es weiter an der besseren Verkehrsanbindung zu arbeiten. Ein nächster Schritt sei die Einführung der neuen Plusbus-Linie von Lehnin nach Beelitz, so Grunert.

Keine Ruhepause gönnen

Franz Herbert Schäfer, der von der Mitgliederversammlung einstimmig in seiner Funktion als CDU-Vorsitzender bestätigt wurde, schwor den Gemeindeverband auf die im Frühjahr 2019 anstehenden Kommunalwahlen ein. „Wir sollten uns keine lange Ruhepause gönnen.“ Erstmals wählte der Gemeindeverband nach der neuen Vorgabe der Bundessatzung einen Mitgliederbeauftragen. Künftig wird sich Volker Busch aus Götz um die internen Sorgen der Parteibasis kümmern.

Von Frank Bürstenbinder

Wer oder was ist ein Hermaphroditos? Was passiert bei Pollution? Diese und weitere Fragen müssen an jedem letzten Freitag des Monats im Haus der Offiziere (HdO) in Brandenburg an der Havel beantwortet werden. Dann wird im Baikonur das Siegerteam im Seitenquiz Baikonur gekürt.

14.11.2017

Sie ist eine Kinder-Versteherin mit sanfter Stimme und Geduld: Sabine Strich ist seit fast 14 Jahren für die Jugendarbeit in der Gemeinde Kloster Lehnin (Potsdam-Mittelmark) zuständig. Für die gebürtige Brandenburgerin ist das ein Traumjob.

17.11.2017
Brandenburg Altstadtbrand in Brandenburg/Havel - Nach dem Feuer: „Wir standen vor dem Nichts“

An einem Samstag, den 14. zerstört ein verheerender Brand in der altstädtischen Fischerstraße in Brandenburg/Havel vier Wohnhäuser und damit auch das Zuhause der Stresows. Anderthalb Jahre später baut die Familie ihr Haus wieder auf und verarbeitet damit die Erinnerung an die Unglücksnacht.

17.11.2017
Anzeige