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Freifunk-Netz soll weiter wachsen

Brandenburg an der Havel Freifunk-Netz soll weiter wachsen

Mehr als 20 Freifunk-Hotspots und damit gut doppelt so viele wie zu Beginn des Jahres gibt es derzeit in Brandenburg an der Havel. Geht es nach den aktiven Freifunkern der Stadt soll das offene Netz, das einen kostenfreien Zugang zum Internet ermöglicht, weiter ausgebaut werden. Dafür haben sie schon einen bestimmten Stadtteil ins Auge gefasst.

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Mit Freifunk kann jeder einen Teil zu einem öffentlichen und freien Internet beitragen.

Quelle: dpa

Brandenburg/H. Freies und flächendeckendes Internet für alle ist das Ziel der Initiative Freifunk, die auch in Brandenburg an der Havel langsam Fahrt aufnimmt. Mehr als 20 Freifunk-Hotspots gibt es bereits im Stadtgebiet, drei davon in der Altstadt. Die Nutzung der offenen WLAN-Netze ist in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Die Brandenburger Freifunker wollen das Netzwerk weiter ausbauen und laden in den kommenden Wochen zu gleich drei Informationsveranstaltungen ein.

Als erstes sind sie am Dienstag, 15. November, ab 19 Uhr bei den Altstädtern in der Bäckerstraße zu Gast. „Die Altstädter überlegen schon länger einen Freifunk-Router aufzustellen“, sagt Chriss Kühnl, BWL-Student an der Technischen Hochschule und engagierter Freifunker. Dem Verein und anderen Interessierten wolle man beim Infoabend nun das Freifunk-Konzept einmal genauer vorstellen in der Hoffnung, dass möglichst viele die Idee aufgreifen und selbst mitmachen.

Anzahl der Zugangspunkte seit Jahresbeginn verdoppelt

Denn bei Freifunk kann sich jeder beteiligen, der einen Internetanschluss hat und bereit ist, einen Teil seines Signals mit anderen zu teilen. Das eigene WLAN-Netzwerk wird dabei mit einem zusätzlichen Router – Kostenpunkt einmalig knapp 20 Euro – um ein offenes Gastnetz erweitert. Die freigegebene Bandbreite bestimmt jeder Teilnehmer selbst, die private Leitung wird entsprechend reduziert. In das entstehende Freifunk-Netz kann sich dann jeder ohne die Angabe persönlicher Daten oder einer Beschränkung der Nutzungsdauer einwählen.

Chriss Kühnl ist ein engagiertes Mitglied der Brandenburger Freifunk-Bewegung

Chriss Kühnl ist ein engagiertes Mitglied der Brandenburger Freifunk-Bewegung.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Gab es in der Havelstadt zu Beginn des Jahres etwa zehn stabile Zugangspunkte, hat sich die Anzahl inzwischen verdoppelt. „Der Netzausbau ist über den Sommer langsam, aber stetig vorangegangen“, erzählt Chriss Kühnl. Zudem gab es verschiedene Experimente mit leistungsstarken Richtfunkantennen. Ein Test dazu läuft derzeit in der Magdeburger Straße.

Infoabende auch bei den Linken und Bündnis 90/Die Grünen

Alle Brandenburger Freifunk-Signale werden momentan noch über einen zentralen Server gesteuert. An ihm lässt sich die steigende Nachfrage in den vergangenen Monaten gut ablesen. „Der Server ist mittlerweile an der Auslastungsgrenze angekommen“, sagt Kühnl. „Es freut uns, dass unsere Arbeit auch genutzt wird.“ Entsprechend des Nutzungsanstieges wollen die Freifunker einen zweiten, vielleicht sogar einen dritten Server anschaffen.

Gerade in Brandenburgs Altstadt erhoffen sie sich derweil einige neue Mitstreiter. Die gut organisierten Einwohner seien stets daran interessiert ihren Stadtteil besser und schöner zu machen, so Chriss Kühnl. Ein gut ausgebautes Nachbarschaftsnetzwerk könne das Miteinander weiter bestärken. Neben dem Termin bei den Altstädtern stellen sich die Freifunker aber am Donnerstag, 24. November, ab 18 Uhr auch bei den Linken in der Kirchhofstraße sowie am Dienstag, 6. Dezember, ab 20 Uhr im Büro von Bündnis 90/Die Grünen in der Ritterstraße vor. Bei allen Veranstaltungen sind auch vereins- beziehungsweise parteifremde Gäste willkommen.

Von Norman Giese

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