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Für die AfD-Kritiker wird es eng

Brandenburg an der Havel Für die AfD-Kritiker wird es eng

Es könnte eng werden für den Daniel Schwarz und Axel Neumann. Der Landes- und der Kreisverband der AfD haben dem Vize-Kreischef Schwarz und dem Ex-Schatzmeister Neumann Ordnungsmaßnahmen angedroht. Selbst der Parteiausschluss wegen der Kritik am AfD-Direktkandidaten Riedelsdorf scheint möglich.

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Klaus Riedelsdorf (AfD).

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Es könnte eng werden für Daniel Schwarz und Axel Neumann. Der Landes- und der Kreisverband der Alternative für Deutschland haben dem Vize-Kreisvorsitzenden Schwarz und dem früheren Schatzmeister Neumann jetzt Ordnungsmaßnahmen angedroht.

In der Konsequenz könnte das für beide mit einem Parteirauswurf enden, wobei Schwarz als Amtsträger vom Landesvorstand diszipliniert würde, während Neumann als Parteimitglied sich dem Kreisverband Brandenburg stellen muss. Und der ist, augenscheinlich mit der deutlichen Mehrheit der fast 25 Mitglieder, gegen Neumann eingestellt. Zum Hintergrund: Vor einigen Wochen hatten Neumann, Schwarz und der bereits aus der AfD ausgetretene Ulrich Szepat gegen die AfD-Landesgeschäftsführer, Brandenburger Stadtverordneten und Bundestags-Direktkandidaten Klaus Riedelsdorf mobil gemacht. Sie waren der Meinung, er sei vom Intellekt her überfordert mit dem Amt und längst zu sehr auf der CDU-Linie seiner eigentlichen Konkurrentin Dietlind Tiemann (CDU).

In der Folge empfahl Schwarz, doch lieber gleich Tiemann im September in den Bundestag zu wählen.

Das nahmen den drei Männern ihre bisherigen Parteifreunde offensichtlich übel. Nun bekamen Schwarz und Neumann Post: Sie sollen sich rechtfertigen. Zumindest Axel Neumann hat das bereits getan. Wie er berichtet, habe er nur die Stimmung aufgegriffen, dass die AfD in der Stadt Brandenburg allenfalls „als Anhängsel der CDU“ wahrgenommen werde und eine kritische Begleitung der Lokalpolitik durch die dreiköpfige AfD-Fraktion in der SVV nicht zu erwarten sei.

Überdies, so Neumann, würden in der AfD „nahezu Hymnen auf die OB verlesen“. So viel Lob und Wertschätzung wie im Kreisverband der AfD „erhält Frau Tiemann als früheres SED-Mitglied wahrscheinlich nicht einmal aus den eigenen Reihen“, ätzt Neumann weiter. Insofern sei der Vorschlag, Tiemann zu wählen, reine Satire gewesen, versuchen jetzt Neumann und Schwarz ihr Fell zu retten. Fakt ist: Die CDU und Tiemann taten bisher wenig dafür, dass sich ihnen die AfD so an den Hals warf, wie es Neumann und Schwarz beschreiben.

Gleichzeitig nimmt Neumann seinen Parteifreund Riedelsdorf weiter unter Feuer: Riedelsdorf betrachte seine Kandidatur weiter als Kündigungsschutzprogramm bei der AfD und er könne weder „durch Ausbildung, beruflichen Werdegang noch mit Charisma überzeugen.“ Auch dadurch sei die „praktische, politische Arbeit des Kreisverbandes erstickt“.

Der Streit innerhalb der AfD, die seit Monaten kontinuierlich in den Umfragen zur Wahl verliert, kommt für die Partei zur Unzeit. Klaus Riedelsdorf, ließ aber schon unlängst im Gespräch mit der MAZ keinen Zweifel daran, dass er die Form der Auseinandersetzung „völlig unakzeptabel und unbegründet halte.“ Er wolle den Stab nicht über seinen Kritikern brechen, sie würden sich selbst disqualifizieren. Riedelsdorf könnte Recht behalten.

Von Benno Rougk

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