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Für viele Lehrer sind Schulferien schon zu Ende

Pädagogen bereiten bereits den Unterricht vor Für viele Lehrer sind Schulferien schon zu Ende

Absolute Stille in einem Gebäude, durch das sonst täglich über hundert Kinder treppauf, treppab laufen ‒ diesen Zustand erlebt dieser Tage Bettina Böttche, Leiterin der Curie-Grundschule in Brandenburg.

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Bettina Böttche mit Büchern, die einzuräumen sind. Schon jetzt arbeiten viele Lehrer wieder.

Quelle: MAZ

Brandenburg an der Havel. Während die 260-Curie-Grundschüler noch das letzte Drittel ihrer Sommerferien genießen, sitzt Bettina Böttche schon längst wieder in ihrem Büro in der Schule. Kein Stimmengewirr, kein Kinderlachen schallt durch die Räume. Während ihre Schüler sechs Wochen frei haben, konnte Bettina Böttche gerade mal die Hälfte dieser Zeit die Seele baumeln lassen. In der ersten Ferienwoche und in den letzten beiden bereitet sie bereits das neue Schuljahr vor.

Während diese Woche nur vereinzelt der eine oder andere ihrer 14 Kollegen in der Schule vorbeischaut, ist die kommende Vorbereitungswoche obligatorisch für alle Pädagogen. Doch auch zu Hause sitzen viele von ihnen schon an ihren Schreibtischen, stellen Unterrichtspläne auf und Lernmaterialien zusammen. "Wenn ein Lehrer nicht in der Schule ist, arbeitet er trotzdem, dann von Zuhause aus", sagt Bettina Böttche.

Am Montag kommender Woche schaut der arbeitsmedizinische Dienst vorbei, am Dienstag ist die erste Lehrerkonferenz, am Mittwoch tauschen sich die Lehrer über die Einzelheiten der Methodenwoche aus und treffen sich die Jahrgangsstufenteams. Am Donnerstag müssen die neuen Schulbücher eingeräumt und die alten aussortiert werden, die Klassenräume sind herzurichten. Am Freitag folgt die Generalprobe für die Einschulungsfeier am drauffolgenden Tag. So in etwa läuft die Vorbereitungswoche an der Curie-Schule ab, während die Schüler noch verreist sind oder in Brandenburg die Sommerfrische genießen.

Bettina Böttche nutzte die erste Ferienwoche für Gesprächstermine, stellte die Stundenpläne mit ihrer Stellvertreterin zusammen, traf die Gestalterin der Schulhomepage, erledigte Liegengebliebenes. "Man schafft was, wenn keine Kinder da sind", sagt die 48-jährige gebürtige Belzigerin. "Aber eine Schule ohne Kinder ist wie eine leere Hülle." In der ersten Woche nach den Ferien wird der Unterricht erst langsam an Fahrt aufnehmen, um den Kindern einen sanften Start zu ermöglichen. Um die Kinder auf den bevorstehenden Schulbeginn vorzubereiten, rät Bettina Böttche, spielerisch beim Tisch-Decken mal das Einmaleins zu wiederholen. "Bloß jetzt nicht das Pauken beginnen, Kinder haben auch eine Auszeit verdient." Die Mappe und Unterrichtsmaterialien selbstständig herrichten zu lassen, das würde Kindern auch den Start nach den langen Ferien erleichtern.

Von Marion von Imhoff

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