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Funkmast in Fohrde: Vodafone ist wieder da

Mobilfunker mit neuem Projekt Funkmast in Fohrde: Vodafone ist wieder da

Vodafone unternimmt einen neuen Anlauf: Das Mobilfunkunternehmen will in Fohrde einen Funkmast errichten, um die Netzqualität zu verbessern. Möglicher Standort ist eine private Gewerbefläche in der Brandenburger Straße. Vor sechs Jahren brachte eine Bürgerinitiative ein ähnliches Projekt auf einem kommunalen Grundstück zu Fall.

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Mit einem neuen Funkmast will Vodafone die Netzqualität in und um Fohrde verbessern.

Quelle: Peter Geisler

Havelsee. In Seelensdorf herrscht weitgehend Funkstille, in Marzahne und Hohenferchesar ist Handyempfang immer noch Glückssache. Sechs Jahre nach dem Scheitern eines Funkmastbaus in Fohrde unternimmt das Mobilfunkunternehmen Vodafone einen neuen Anlauf zur Stabilisierung seines schnellen Übertragungsnetzes (D2). Als Standort im Gespräch ist diesmal die Gewerbefläche der Forst- und Landschaftstechnik GmbH in der Brandenburger Straße. Das hat Amtsdirektor Guido Müller am Dienstag den Mitgliedern des Umweltausschusses der Stadt Havelsee mitgeteilt.

Landkreis ist Genehmigungsbehörde

Die Suche nach einem Standort für einen Mobilfunkmast durch Vodafone nahm am 4. Mai 2010 ein vorläufiges Ende. Damals revidierte der Fohrder Ortsbeirat eine ursprüngliche Zustimmung für einen Pachtvertrag mit dem Netzbetreiber. Die Pläne auf einem kommunalen Grundstück hatten eine Protestwelle losgetreten, die zur Gründung einer Bürgerinitiative führte.

Zwar kann die Kommune ihr Einvernehmen zum Bauantrag auch auf privaten Grundstücken versagen, doch die Genehmigungsbehörde ist der Landkreis Potsdam-Mittelmark. Vodafone begründet das Vorhaben mit dem Ausbau und der Modernisierung des Funknetzes im ländlichen Raum.

 

„Es gibt noch kein Bauantragsverfahren. Aber es existiert eine Voranfrage. Angesichts der Bürgerproteste bei der letzten Standortsuche haben wir dem Unternehmen seitens der Verwaltung eine Ablehnung signalisiert“, teilte der Amtsdirektor mit. Problem: Das Betriebsgelände befindet sich in Nachbarschaft zu einem Bebauungsplangebiet (Ziegelstraße), dessen Umsetzung momentan ruht. „Dennoch wollen wir die Option einer Wohnbebauung für die Zukunft an dieser Stelle nicht gefährden“, sagte Havelsee-Bürgermeister Günter Noack der MAZ. Zwar würde Vodafone gern auf die Tube drücken, doch das Stadtoberhaupt warnt: „Wir sind nicht gegen Funknetze. Aber die Öffentlichkeit sollte bei solch sensiblen Projekten mitreden dürfen.“

Vor Jahren gescheitert

Noack spricht aus Erfahrung. 2010 scheiterte der Aufbau eines 30 Meter hohen Gittermastes von Vodafone auf einem kommunalen Grundstück in der Fohrder Ortslage an einer Bürgerinitiative, die damals 360 Unterschriften gegen den Standort in Friedhofsnähe gesammelt hatte. Dabei hatte der Fohrder Ortsbeirat schon einem Pachtvertrag mit dem Mobilfunkbetreiber zugestimmt. Wenn auch unter Bedingungen. Vodafone wollte eigentlich 50 Meter in die Höhe bauen. Und zwar an anderer Stelle, was der Ortsbeirat ablehnte.

Noch Fragen offen

Die anhaltende Skepsis ist für Vodafone kein Grund aufzugeben. „Wir suchen weiter“, hatte Helmut Zeitz von der Vodafone Niederlassung Ost angekündigt. Am 12. Februar soll es einen erneuten Lokaltermin geben, bei dem die Fachleute über eine Ausweichmöglichkeit zum Betriebsgelände der Forst- und Landtechnik GmbH diskutieren wollen. Doch die Varianten sind nach den Vorgaben der Techniker begrenzt – wie schon vor sechs Jahren. Ein damals gemachter Vorschlag, den Funkmast auf dem Fohrder Deponiegelände zu errichten, stieß bei Vodafone auf taube Ohren. Bürgermeister Noack kann sich vorstellen, dass mehrere kleinere Antennenträger einen großen Gittermast ersetzten könnten: „Da müssen uns die Techniker noch einige Fragen beantworten“.

Die Bürgerinitiative hatte damals die Notwendigkeit des Funkmastes angezweifelt und vor gesundheitlichen Gefahren gewarnt. Vodafone dagegen hält den Mast unverändert für wichtig, um den bestehenden Turm in Pritzerbe zu entlasten. Ob die Kommune den Bau auf Privatgelände verhindern kann, steht auf einem anderen Blatt. Genehmigungsbehörde ist der Landkreis.

Von Frank Bürstenbinder

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