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Brandenburg/Havel Gästezimmer und Arztpraxen
Lokales Brandenburg/Havel Gästezimmer und Arztpraxen
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15:28 30.05.2016
Diakonissenhaus-Vorstand Matthias Blume, Kaufmännischer Geschäftsführer Wolfgang Taciak, Altenhilfe-Geschäftsführer Michael Blümchen und Pressesprecher Alexander Schulz (v.l.) vor der Lehniner Klosterkirche. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Lehnin

Erhalt durch Nutzung. So lautet die oberste Maxime beim Umgang mit der mittelalterlichen Bausubstanz auf dem Lehniner Klostergelände. Gebäude, die ihren einstigen Zweck verloren haben, wurden zu allen Zeiten neuen Bedürfnissen angepasst. „Nur durch einen nachhaltigen Wandel wird es gelingen, die uns anvertrauten Schätze mit gutem Gewissen in die Hände der nächsten Generation zu legen“, sagte Pfarrer Matthias Blume bei einem Rundgang durch das sogenannte Schulhaus, in dem derzeit die Handwerker das Sagen haben.

Der Vorsitzende des Vorstandes des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin erklärte, was aus dem ehemaligen Domizil der nach Kleinmachnow umgezogenen Krankenpflegeschule werden soll – ein Haus mit neun Gästezimmern und einem Tagungsraum. Nur die Hülle ist von der alten Bausubstanz geblieben. Im Innern entstehen gerade moderne Quartiere mit eigenen Bädern, die das Zentrum Kloster Lehnin als Begegnungsstätte noch attraktiver machen. Mit Unterstützung der Landeskirche und des Landkreises investiert das Diakonissenhaus über 700 000 Euro in den Umbau, der am 29. Juni feierlich seiner Bestimmung übergeben wird.

Mit dem Ausbau der Beherbergungskapazitäten gibt es für Gäste aus Kirche, Diakonie und Gesellschaft noch einen Grund mehr sich zu Tagungen, Fortbildungen, Meditation und Spiritualitätsarbeit in Lehnin zu treffen. Und schließlich ist jede Investition in die Gebäudesubstanz ein Stück weit Tourismusförderung, denn die Zimmer im Kloster stehen auch Einzelgästen, Wanderern und Tagesausflüglern offen. Die Pläne des Diakonissenhauses, das an seinem Standort Lehnin um die 350 Mitarbeiter im Krankenhaus, in der Altenpflege und im Hospiz beschäftigt, gehen noch weiter. „Auch im benachbarten Elisabethhaus steht eine Sanierung an“, teilte Vorstand Blume mit. Der Festsaal bleibt Mittelpunkt des Hauses, doch im Obergeschoss sollen nicht mehr benötigte Internatsräume ebenfalls zu Gästezimmern werden – vorausgesetzt, es gelingt wiederum ein Mix aus Eigengeld und Fördermitteln.

Bereits beschlossene Sache sind Investitionen in die Zukunft des alten Krankenhauses, das zum großen Teil leer steht. So werden ehemalige Patientenzimmer im Erdgeschoss zu Arztpraxen umgebaut. „Je nach Nachfrage werden wir die Sanierung vorantreiben. Vorstellbar ist auch der Einzug einer Physiotherapie oder anderer Dienstleister der Gesundheitsbranche“, sagte Wolfgang Taciak, Kaufmännischer Direktor des Geschäftsbereiches Kliniken der MAZ. Eine Frauenärztin und eine Internistin praktizieren bisher im einstigen Krankenhaus in Nachbarschaft des ebenfalls selbstständigen Ambulanten OP-Zentrums.

Im Altenhilfebereich hat das Diakonissenhaus vor allem mit Instandhaltungsmaßnahmen zu tun. Sorgenkind ist seit Jahren das nach der Wende errichtete Altenhilfezentrum „Lothar-Kreyssig-Haus“, das im Bereich des Wiesengrundes gegen aufsteigende Nässe zu kämpfen hat. Michael Blümchen, Geschäftsführer des Unternehmensbereiches Altenpflege, ist zuversichtlich, dass sich in Kürze in Abstimmung mit mehreren Behörden eine grundsätzliche Lösung zur Wasserabsenkung realisieren lässt.

Von Frank Bürstenbinder

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