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Galerie Sonnensegel wird 25

Blick zurück auf ein Vierteljahrhundert Galerie Sonnensegel wird 25

Die Galerie „Sonnensegel“ feiert am 4. Juli auf dem Gelände des Interkulturellen Zentrums in Brandenburg an der Havel 25. Geburtstag. Grund genug, einmal zurückzublicken. Denn nicht immer hatten es die Mitarbeiter leicht, Finanzierungslücken und Förderungskürzungen brachten das Haus ein ums andere Mal an den Rand der Schließung.

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Das Beste aus 25 Jahren: Das Team beim Ausstellungsaufbau.

Quelle: V. Maloszyk

Brandenburg an der Havel. „Es macht stolz, dass wir noch da sind und es gepackt haben, trotz finanzieller Probleme die Inhalte in den Vordergrund zu stellen“, sagt Matthias Frohl, der die von Armin Schubert gegründete Galerie seit 2009 leitet. Ihr Alleinstellungsmerkmal sei die Verbindung von Rezeption und Produktion von Kunst.

Es gab mehr Sonnen- als Schattenseiten. „Spaß macht die Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und Künstlern, aus der man Kraft schöpfen kann“, sagt Frohl. „Weniger Spaß bereitet das Schreiben von Förderanträgen, Projektauswertungen und wenn wir nach 25 Jahren noch erklären müssen, wie wichtig Sonnensegel ist.“ Jährlich kämen etwa 7000 Besucher, Kurskinder und Projektteilnehmer.

Jedes Jahr gibt es mindesten drei Ausstellung allein am Gotthardtkirchplatz und zwei Kunstgroßprojekte. Während Schubert mit einem „Arche“-Projekt begann, sind es heute 17 Kursgruppen. Die Angebote für die Sechs- bis 19-Jährige reichen von bildender Kunst, über Keramik, digitale Fotografie bis zu den Bücherkindern. Die „Flusslandschaft“-Keramikschale auf dem Buga-Gelände und das Kunstbuch „Ricardo rettet die Welt“ sind gemeinsam mit der Seniorengruppe entstanden.

Demnächst gibt es auch wieder Theater, das es in den 90er Jahren schon einmal gab. „Das 2014 für das Land Brandenburg verabschiedete neue Musik- und Kunstschulgesetz schreibt eine zweite Sparte vor“, erklärt Frohl. Dieses Gesetz sei ein Erfolg, weil sich auch die Kunstschulen etablieren können und finanziell besser abgesichert sind. Frohl sieht aber auch die Gefahr der zu großen Ähnlichkeit.

Einige Akteure der fünf geplanten Theaterkurse, die Michelle Schmidt vom Stadtkabarett leiten wird, erinnern am 4. Juli an die Galerie-Geschichte: Bereits Ende der 80er Jahre gingen Kunstspenden namhafter Künstler ein wie Loriot, Klaus Staeck, Barbara Henniger, Ronald Paris oder der inzwischen verstorbene Bildhauerin Ingeborg Hunzinger, die das Geld spendete, um das an die alte Lateinschule grenzende Haus zu kaufen. Doch Schuberts Idee war zu DDR-Zeiten ein ungewolltes Kind. Bis zur Umsetzung musste erst die Mauer fallen.

Die Gründungsurkunde erhielt der Lehrer am Pioniergeburtstag, dem 13. Dezember 1990. Ein Jahr später bekam der Verein den ersten gesamtdeutschen Kulturpreis. Nach Übergangsdomizilen konnten dank Förderung und Sanierung 1994 das Vereinshaus und 1997 die Kunstschule eröffnen, seit 2001 ist der Druckladen gemietet. Mehr als 100 Künstler haben bisher Kunst gespendet oder Aktionen gemacht. Projekte gab es viele wie „Land-Art“ oder „Ein Jugendengel“ – diese Ausstellung erreichte 23 Stationen. Mit „Platzangst“ wurde sogar ein Film gedreht, mit dem man 2001 zum Festival in Neu-Delhi eingeladen war.

Von Claudia Nack

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