Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Gaststätte wird zum buddhistischen Kloster
Lokales Brandenburg/Havel Gaststätte wird zum buddhistischen Kloster
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:56 26.11.2015
Die ehemalige Gaststätte in Schenkenbergs Dorfmitte steht leer, doch das Haus ist inzwischen verkauft. Quelle: Claudia Nack
Anzeige
Schenkenberg

Die ehemalige Gaststätte „Haus Schenkenberg“ ist an einen buddhistischen Mönch verkauft. Schlüsselübergabe war im Oktober“, sagt Gemeindebürgermeister Reth Kalsow, dem diese geschichtsträchtige Immobilie mitten im Dorf gehörte.

Der neue Besitzer ist gebürtiger Vietnamese, heißt mit bürgerlichem Namen Quoc Huy Phan und als Mönch Thich Thong Dat. „Er möchte in Schenkenberg ein buddhistisches Kloster eröffnen, wo er gemeinsam mit Laienbuddhisten, die vorwiegend an den Wochenenden kommen, diese Religion lehren und praktizieren kann“, sagt Dolmetscherin Sandra Seidel, die selbst eine Schülerin sei. „Es soll eine Begegnungsstätte für Interessierte sein, von denen ein Großteil Landsleute sind “, erklärt sie. „Aber zum Beispiel über Feste auch ein Stückweit kulturelle Begegnungsstätte.“ Wann das buddhistische Zentrum eröffnet, sei noch unklar. Thich Thong Dat will laut Seidel als leitender Mönch vorerst allein in diesem Haus wohnen, das entsprechend umgebaut werden soll. Der Meister selbst halte sich bis Mitte Januar in seiner Heimat auf, wo er auch seine Familie besuche. Vor mehr als 30 Jahren sei er in Vietnam in ein Kloster gegangen, viel im Land unterwegs gewesen, lehre und praktiziere den Buddhismus inzwischen in Süddeutschland.

Lokal dreimal verpachtet

„Der neue Eigentümer macht einen sehr ruhigen, sachlichen und freundlichen Eindruck“, sagt Kalsow, der für das leerstehende Objekt über ein Maklerbüro bereits länger nach einem Käufer suchte. Zwischendurch hatte er die Gaststätte verpachtet. Als der dritte Gastronom das Handtuch warf, entschloss er sich zum Verkauf.

Das Haus ist Kalsow zufolge Anfang der 30er Jahre gebaut worden und war für die Siedler die erste Gaststätte im Ort. Zuvor hätten die Bauarbeiter der 1928 gegründeten Siedlung Schenkenberg eine Kantine gehabt. Zu DDR-Zeiten wurde das Objekt als HO-Gaststätte betrieben. Zehn Jahre lang war Kalsows Mutter Edith dort Pächterin und nutzte nach der Wende die Chance, sich selbstständig zu machen. 1993 habe sie die Immobilie von der Treuhand erworben und das Gasthaus bis zu ihrem Tod 1996 betrieben.

Vom Gastwirt zum Bürgermeister

„Obwohl meine Mutter als Hauptbuchhalterin artfremd in dieser Branche war, ist sie mit Leib und Seele Gastronomin gewesen“, sagt der Sohn. „Wir haben ihr als Familie damals geholfen“ , erzählt der heute 49-Jährige, der damals noch mit seiner Musik als „staatlich geprüfter Schallplattenunterhalter“ über Land gezogen ist. Nach ihrem Tod führte Reth Kalsow das „Haus Schenkenberg“ bis zur Kommunalwahl 2003 weiter, bei der er zum erstem hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde von Groß Kreutz (Havel) gewählt wurde. „Die Zeit als Gastwirt war eine schöne und hat Spaß gemacht“, blickt er zurück. „Das Lokal lief und wir hatten mit Familienfeiern ein gutes Auskommen.“

Als er schon Gemeindeoberhaupt war, hatte der Schenkenberger das Gasthaus mit Angestellten noch ein „bisschen“ weiterbetrieben“, sich aus Zeitgründen dann aber zur Verpachtung entscheiden. „Hauptamtlicher Bürgermeister und Gastwirt – beides zusammen geht nun mal nicht.“

Von Claudia Nack

Um Jahresende verlässt Klaus Deschner (72) die Brücke als Kapitän der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft Wobra in Brandenburg an der Havel. Fast 25 Jahre lang hat sich der aus Wiesloch stammende Wirtschaftsexperte dann als Finanzdezernent, Beigeordneter und Wobra-Geschäftsführer in die Geschicke der Stadt eingebracht.

28.11.2015
Brandenburg/Havel Schnell sein, gewinnen und Gutes tun - Die letzten Adventskalender sind zu haben

Der Verkauf des 12. Adventskalenders des Brandenburger Lions Clubs, der Märkischen Allgemeinen und des Stadtmarketings endet bald. Noch sind einige der limitierten 3000 Exemplare zu haben – in der MAZ-Ticketeria in der St.-Annen-Galerie und der Tourismus-Information.

25.11.2015
Brandenburg/Havel Autofahrer überfährt Fußgänger - Fahrerflucht-Opfer: Sohn (3) in Stadt-Obhut

Ein schwerer Unfall Anfang November hat in Brandenburg/Havel viele Menschen erschüttert. Ein Autofahrer hatte einen Fußgänger überfahren und dann liegen gelassen. Das Unfallopfer ist seither im Krankenhaus. Besonders tragisch: Der 3-jährige Sohn des Unfallopfers kommt nun in städtische Obhut, weil auch die Mutter für eine Betreuung ausfällt.

26.11.2015
Anzeige