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Brandenburg/Havel Blumen und stilles Gedenken: Erinnerung an Friedrich-Karl Grasow
Lokales Brandenburg/Havel Blumen und stilles Gedenken: Erinnerung an Friedrich-Karl Grasow
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14:40 28.02.2019
Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller legt im Beisein von Irene Kluth und Grasows Enkeltochter Uta Klaus ein Blumengebinde ab. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Blumen und stilles Gedenken: Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller hat am Donnerstagvormittag anlässlich des 10. Todestages von Friedrich-Karl Grasow an dessen Grab ein Gebinde abgelegt. Anwesend zur Feierstunde auf dem Hauptfriedhof Görden waren Grasows Lebensgefährtin Irene Kluth und dessen Enkeltochter Uta Klaus. Friedrich Karl Grasow ist Ehrenbürger der Havelstadt und war zu Lebzeiten Lehrer und langjähriger Heimatforscher. Er war am 28. Februar 2009 im Alter von 96 Jahren verstorben.

Das Grab von Friedrich-Karl Grasow auf. Quelle: Rüdiger Böhme

„Obwohl ich Friedrich-Karl Grasow nie selbst als Schüler erleben durfte, wird mir heute noch mit viel Wohlwollen von ihm erzählt. Ein ehrlicher und immer netter Mann“, sagte Scheller am Rande der Ehrung.

Friedrich-Karl Grasow, der am 17. August 1912 geboren wurde, widmete sich Zeit seines Lebens der Geschichte der Stadt und sammelte unzählige Dokumente. Am bekanntesten dürften seine Fotos vom Volksaufstand am 17.Juni 1953 sein. Aber auch als Lehrer war er bekannt und beliebt, wie sich Weggefährten heute noch erinnern.

Seine Markenzeichen Bekannt waren seine Fliege und eine Blume, mit der er sich stets kleidete. Grasow hatte zwei Kinder, zwei Enkel und drei Urenkel, von denen einer inzwischen auch die Grasowsche Lehrertradition in der 6. Generation fortführt.

Irene Kluth (87) wohnt noch heute in dem Haus in der Magdeburger Straße, wo sie mit Friedrich-Karl Grasow die letzten gemeinsamen Jahre im Betreuten Wohnen verbrachte.

Sie erinnert sich immer noch daran, wo sie ihn finden konnte, wenn er nicht zu Hause war, nämlich in der Spiegelburg der Domklausur. Als Lehrer und Heimatforscher führte er unermüdlich das Erbe seines Vaters Friedrich fort und hinterließ viele Spuren. Noch heute berichten ehemalige Schüler von den anschaulichen Exkursionen oder seinen mitreißenden Lichtbilder-Vorträgen.

Bis ins hohe Alter stand er mit seinem Wissen immer bereit, wenn es Fragen zur Stadt- und Regionalgeschichte gab. Für seine unermüdliche Arbeit zur Erforschung der Stadtgeschichte wurde Friedrich-Karl Grasow 1992, anlässlich seines 80. Geburtstages, die Ehrenbürgerwürde von Brandenburg an der Havel verliehen.

Von Rüdiger Böhme

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