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Brandenburg/Havel Gefangener legt Feuer in JVA Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Gefangener legt Feuer in JVA Brandenburg
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18:52 20.07.2015
In der JVA Brandenburg an der Havel legte ein polnischer Strafgefangener Feuer. Quelle: jas
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Brandenburg an der Havel

Ein polnischer Strafgefangener (33) hat am Montag gegen 13 Uhr Feuer im Haftkrankenhaus der Justizvollzuganstalt in Brandenburg an der Havel gelegt. Das bestätigte Justizministeriumssprecherin Maria Strauß. Der Mann wurde mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Städtische Klinikum gefahren, wo er mit Sauerstoff behandelt wird.

Gefangener zündet Kissen an

Der Einsatz der Brandenburger Feuerwehr dauerte kaum länger als eine gute halbe Stunde. Die JVA Brandenburg an der Havel schlug am Montag um 13.09 Uhr Feueralarm. Der Gefangene hatte nach Informationen des Justizministeriums sein Kissen angezündet, was den Brandalarm auslöste.

Noch ehe die Feuerwehr eintraf, öffneten Bedienstete den Haftraum, löschten den Brandherd und retteten den Gefangenen, der nur eine relativ geringe Haftstrafe verbüßt. Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung wurden auch die übrigen Gefangenen der Station vorsorglich evakuiert und kurzzeitig in anderen Hafträumen untergebracht.

Rauchen grundsätzlich erlaubt

Petra Wellnitz leitet die JVA Brandenburg an der Havel seit April 2014 kommissarisch.

Der Besitz von Feuerzeugen und Streichhölzern ist Strafgefangenen in der Regel erlaubt. Die meisten von ihnen dürfen in ihren Hafträumen rauchen. Nach Angaben der Justiz gibt es Einschränkungen, etwa wenn ein Häftling wegen Brandstiftung hinter Gittern sitzt.

Zuletzt hat ein Häftling am 7. Januar 2005 in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Heidering in Großbeeren (Teltow-Fläming) einen Brand verursacht, als er in seiner Zelle Papier anzündete.

Die Feuerwehr dämmte die weitere Rauchentwicklung ein und gab danach die Station mit Ausnahme des betroffenen Haftraumes wieder frei. Alle beteiligten Mitarbeiter, die der Rauchentwicklung ausgesetzt waren, wurden ärztlich untersucht.

Zum Ausmaß des Schadens und zur Schadenshöhe lässt sich nach Angaben der Justizsprecherin noch nichts sagen. Der Schaden beschränke sich auf einen Haftraum, umfangreiche Reinigungs- und Renovierungsarbeiten seien dort notwendig.

Er hatte sich ein Feuerzeug besorgt

Der polnische Gefangene, der wegen seiner psychischen Auffälligkeiten von der JVA Cottbus-Dissenchen nach Brandenburg an der Havel verlegt worden war, stand den Angaben zufolge unter besonderer Beobachtung. Dennoch gelang es ihm, sich ein Feuerzeug zu beschaffen. Mutmaßlich wurde es ihm durch ein Fenster zugesteckt, Näheres bleibt den Ermittlungen vorbehalten. Das Rauchen war dem Mann im Haftkrankenhaus jedenfalls nicht erlaubt. Mit Rücksicht auf seine Gesundheit wurde er zur seiner Tat noch nicht befragt.

Das Ministerium geht derzeit davon aus, dass der 33-Jährige bald in den Strafvollzug zurückkehrt. Die Polizei, die gemeinsam mit der Feuerwehr angerückt war, hat eine Anzeige aufgenommen. Ob und inwieweit er wegen Brandstiftung nachverurteilt wird, ist aktuell ungewiss. Die Brandenburger JVA prüft, ob und inwieweit sie bei dem Strafgefangenen ein Disziplinarverfahren einleiten wird.

Von Jürgen Lauterbach

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