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Brandenburg/Havel Geheimtipp mit bizarren Knospen
Lokales Brandenburg/Havel Geheimtipp mit bizarren Knospen
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00:29 31.05.2015
Florist Bert von der Forst aus Cottbus hat die aktuelle Kirchenschau konzipiert. Quelle: J. Sack
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Brandenburg an der Havel

Zusammengesetzt aus vielen einzelnen Blüten beeindruckt die Kalmia mit ihrer besonderen Form und Fülle. Die Bundesgartenschau widmet dem Heidegewächs von Freitag an in der Johanniskirche eine ganze Ausstellung.

„Wenn die Heide leuchtet“ lautet der Titel der aktuellen Blumenschau in der Havelstadt. Von Weiß über Rosarot bis hin zu dunklem Violett reicht die Farbpalette der Kalmia-Blüten für gewöhnlich. Zur heutigen Eröffnung ist davon jedoch kaum etwas zu sehen. Noch sind alle Knospen geschlossen. „Die kühle Witterung hat uns zu schaffen gemacht“, sagt Gerd Rabben. Insgesamt 170 Pflanzen hat der Gärtner aus Westerstede bei Oldenburg in Niedersachsen zur Bundesgartenschau an die Havel gebracht, darunter 35 Kalmien und viele Rhododendren.

Obwohl die Lorbeerrosen ihre volle Schönheit wohl erst in der kommenden Woche entfalten werden („Blütezeit ist im Juni“, verrät Rabben), lohnt sich ein Besuch der Kirchenschau: Denn die Kalmien beeindrucken – trotz geschlossener Knospen. „Die porzellanartige Blüte ist einzigartig“, schwärmt Bert von der Forst, verantwortlich für das Ausstellungskonzept in der Johanniskirche. Aber auch der „bizarre, knochige Wuchs“ der Pflanze sei ein Hingucker, fügt der 51 Jahre alte Floristikmeister hinzu. Solange die Lorbeerrosen allerdings noch nicht blühen, müssen die üppigen Rhododendren und Pfingstrosen als Farbtupfer für die Klosterruine herhalten.

Unbekannte Schöne

Die Lorbeerrose (Kalmia) ist ein Heidegewächs und ursprünglich in Nordamerika beheimatet. Kalmia-Arten findet man gewöhnlich an Berghängen.
Rhododendron, Azaleen und andere Sträucher, die sauren Boden bevorzugen, sind perfekte Partner für Lorbeerrosen. Viel Raum benötigen sie nicht, denn sie wachsen sehr langsam, selten findet man Exemplare, die größer als einen bis eineinhalb Meter hoch sind.
Lorbeerrosen bevorzugen einen halbschattigen bis sonnigen Standort. Der Boden sollte nicht zu trocken sein.

An die 3000 Pflanzen haben Bert von der Forst und seine Helfer insgesamt vor der sakralen Kulisse drapiert. Mit Blumenschauen hat der Gärtner aus Cottbus Erfahrungen: Seit 1985 gestaltet er Gartenschauen im ganzen Land. Blumen in einer alten Kirche in Szene zu setzen, war dennoch neu für den erfahrenen Floristen: „Sonst hat man ja ein regelrechtes Blütenmeer, das schon aus der Ferne wirken soll. In der Kirche geht es darum, die einzelne Pflanze herauszuarbeiten.“

Zum ersten Mal dienen in diesem Jahr zwei Kirchen – Sankt Johannis in Brandenburg und Sankt Laurentius in Havelberg – als Ausstellungsorte für die Blumenschauen. Inszeniert hat Bert von der Forst die Lorbeerrosen wie blühende Kunstwerke: Zwischen die Knospen drapierte er zehn Gartenstelen aus Ton. Wie Bambusrohre wachsen die Skulpturen ins Kirchenschiff empor. Gefertigt hat sie die Keramikkünstlerin Ramona Soyka.

Die 54-jährige gelernte Bauzeichnerin betreibt einen Werkstattladen in Spremberg (Spree-Neiße). „Jede Stele ist ein Unikat“, sagt Soyka. Doppelt gebrannt und lasiert, geben die Tonobjekte nicht nur einen perfekten Begleiter der Kalmia ab – als wetterfeste Dekoration eignen sie sich auch für Haus, Hof und Garten.

Von Josefine Sack

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