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Gekonntes Chaos im Museumsgarten

Theater 89 in Brandenburg/Havel Gekonntes Chaos im Museumsgarten

Im lauschigen Garten des Museums trat das Wander-Theater 89 bei idealem Open-Air-Wetter mit zwei Einaktern von Sean O’Casey auf. Für tolle Musik sorgten Jörg Huke (Posaune) und Bernd Spanier (Akkordeon), für das richtige Chaos die Bühnenhelden

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Als resolut erleben die Zuschauer Katrin Schell in der Rolle der Lizzie Berrill, links im Bild ihr Ehemann Darry Berrill alias Matthias Zahlbaum.

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg/H. Sie liebe es, „wenn die Menschen auf der Bühne und die Menschen im Zuschauerraum sich mögen und gemeinsamen Spaß haben“, schwärmt Schauspielerin Katrin Schell von ihrer Arbeit beim Theater 89. Was Samstagabend im lauschigen Garten des Museums im Frey Haus zu beweisen war. Dort trat das Wander-Theater bei idealem Open-Air-Wetter mit zwei Einaktern von Sean O’Casey auf. Für tolle Musik sorgten Jörg Huke (Posaune) und Bernd Spanier (Akkordeon).

Uneitel, resolut und sehr direkt erlebten die etwa fünfzig Zuschauer Katrin Schell in ihrer Rolle als Lizzie Berrill in der Inszenierung des Stückes „Das Ende vom Anfang“. Eine dicke Zigarre rauchend und mit Haaren auf den Zähnen machte sie ihrem Ehemann Darry Berrill alias Matthias Zahlbaum klar, wer in dieser Familie das Sagen hat. Vergeblich.

„Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann“ sang Johanna von Koczian Mitte der 1970er Jahre. Und genau dieser Meinung ist auch Darry Berrill und schickt seine Frau Lizzie fort zum Wiese mähen, was eigentlich seine Aufgabe wäre.

Das Schwein füttern, den Kuhstall ausmisten gehöre auch zu ihren Aufgaben, warnt ihn Lizzie. Doch der Göttergatte ist fest entschlossen sich als Hausmann zu beweisen. Zur Verstärkung holt er sich seinen Freund Barry Derrill, gespielt von André Zimmermann, ins Haus. Die Zuschauer lachen sich kringelig über die unbeholfenen Kerle und das Chaos, das sie anrichten.

Mit etwas subtilerem Humor ist der zweite Einakter „Gutenachtgeschichte“ fast noch unterhaltsamer. Christian Schaefer verkörpert darin den Angestellten John Jo Mulligan, ein spießiger Junggeselle. Wie bigott er ist, beweist der junge Mann nach einer wilden Liebesnacht mit der flotten Angela Nightingale, die Nathalie Hünermund zum piepen komisch spielt.

Da interessiert ihn an der Frau nur noch eines: Sie so schnell und unauffällig wie möglich aus seiner Wohnung zu schaffen, bevor sein Freund und Nachbar Daniel Halibut – in dieser Rolle brilliert André Zimmermann – etwas bemerkt oder – noch schlimmer – die „ohrenspitzige“ Hauswirtin Miss Mossie (Katrin Schell).

Das Mädchen zockt ihn kräftig ab und verschwindet dann tatsächlich unbemerkt. Das Chaos, das der wutschnaubende Mulligan daraufhin anrichtet, kommentiert der ahnungslose Freund so: „Das wäre dir nicht passiert, wenn du mal eine Frau im Bett gehabt hättest.“

Fazit: Publikum und Schauspieler hatten tatsächlich viel Spaß.

Von Ann Brünink

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