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Geldnot und Proteste blockieren fast alles

Baugeschehen in Brandenburg/H. Geldnot und Proteste blockieren fast alles

Der Baubeigeordnete hatte es bereits angekündigt: Nach den vielen Baustellenjahren bis zur Buga kommt nun eine Planungsphase. Deshalb baut vor allem der Bund, die Stadt darf sich daran beteiligen und ausgerechnet die Entlastungsstrecke Zentrumsring wird 2016 die größte Staustelle sein.

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Die Rechtsabbiegerspur auf den Zentrumsring bekommt in diesem Jahr nicht nur eine Fußgänger-, sondern auch eine Auto-Ampel.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Es kann ein staufreies Jahr 2016 in der Stadt werden – wenn man tunlichst den Zentrumsring sowie die B 102 zur Autobahn meidet. Dort wird sich ein Großteil des Baugeschehens abspielen, zudem noch in der Willi-Sänger-Straße als Zubringer zur B 1/102.

Ansonsten sind die städtischen Vorhaben für dieses Jahr sehr übersichtlich, was im Wesentlichen der kommunalen Geldknappheit geschuldet ist. Die Willi-Sänger-Straße wird auf einer Länge von 615 Metern zwischen August-Bebel-Straße und Erich-Knauf-Straße bis zum kommenden Jahr für 1,8 Millionen Euro einschließlich Geh- und Radweg komplett neu gebaut.

Das diesjährige Projekt „Schulwegsicherung“ wird in Plaue realisiert, dabei ist die Bushaltestelle Genthiner Straße in die Koenigsmarckstraße zu verlegen und behindertengerecht auszubauen, weil am alten Ort es zu eng und damit die Unfallgefahr groß ist. Zudem soll es in der Genthiner Straße umfangreiche Haussanierungen geben, die Gerüste würden die Fahrgäste und Schulkinder zusätzlich behindern. Für das Vorhaben stehen 45 000 Euro im städtischen Etat.

Ansonsten muss sich die Kommune an den Baumaßnahmen des Bundes beteiligen, die vom Landesbetrieb Straßenwesen realisiert werden. So soll in diesem und im nächsten Jahr in drei Bauabschnitten die Rathenower Landstraße vom Ortseingang bis zur Gördenbrücke für 4,2 Millionen Euro erneuert werden, 925 000 Euro steuert die Stadt bei. In der Otto-Sidow-Straße werden Fahrbahn und Radweg unmittelbar auf der Brücke über den Jacobsgraben erneuert. Umfangreiche Instandsetzungsarbeiten sind ab sofort in den kommenden Jahren an der Brücke am Altstadt-Bahnhof notwendig. Hier hatte die Stadt im vergangenen Frühjahr bereits den Parkplatz direkt unter der Brücke räumen und sperren müssen, weil große Teile vom Unterbau der Brücke abgefallen waren.

Neu gebaut wird in diesem Jahr eine Lichtsignalanlage am Knoten Wilhelmsdorfer Straße/Otto-Sidow-Straße. Hier gibt es bereits eine Ampelanlage, doch bekommt die separate Rechtsabbiegerspur zum Zentrumsring nun statt des Stoppschilds eine eigene Signalisierung, um die Zahl der Unfälle an dieser Stelle zu verringern. Eine neue Ampelanlage soll auch an der bislang nicht signalisierten Einmündung B 102/Bauhofstraße entstehen. Auch hier lautet die Begründung „Beseitigung Unfallschwerpunkt“.

Stadt stellt viele Projekte zurück

Die Kommune hat aus Geldnot oder wegen des Bürgerprotestes einige Vorhaben zurückgestellt, manche werden gar nicht mehr mit Realisierungsjahren angegeben.

Neustädtische Fischerstraße: Sollte 2016 erneuert werden vom Mühlentorturm bis Kleine Münzenstraße. Planung und Kosten 365.000 Euro liegen vor. Jetzt Bau 2018, bis dahin Grunderwerb.

Grabenstraße: Komplettes Erneuern plus Beleuchtung. Planung nach Mittelfreigabe.

Wollenweberstraße: von Gorrenberg bis Hauptstraße, kompletter Neubau plus Leuchten. Planung und Baustart ungewiss.

Pfefferländer Weg: Beleuchtung 2019.

Krakauer Landstraße: Beleuchtung bis Ortsausgang, Planung und Bau 2019.

Alter Görden: Rekonstruktion Umbau Haydnstraße und Beethovenstraße ab 2020.

Kleine Münzenstraße: Planung 2017, Bau 2018, Kosten 263.000 Euro, abhängig von Baufortschritt Packhof.

Molkenmarkt: Planung 2016, Bau 2018, Kosten 631.000 Euro.

Gebaut wird in diesem Jahr auch die B 102 von Schmerzke aus bis zur Auffahrt auf die A 2. Das bezahlt der Bund komplett – etwa 3,3 Millionen Euro werden für den Dreistreifenaufbau und die Vorbeifahrt an Paterdamm veranschlagt.

Stadt und Bund haben mehrere Vorhaben auch in die Folgejahre verlegt. Die August-Bebel-Straße einschließlich des Knotens Willi-Sänger-Straße bis Altstadt Bahnhof steht 2017/18 im Plan für 2,4 Millionen, zu denen die Stadt 360 000 Euro beisteuert. 2018 und 2019 folgen der Knoten Wilhelmsdorfer Straße und der Zentrumsringabschnitt bis Bauhofstraße. Zu den drei Millionen muss die Stadt 525 000 Euro zuzahlen.

2017/18 muss sich die Kommune auch an den Kosten für das Anheben der Schleusenbrücke beteiligen. Das ist nach den Ausbauplänen „Projekt 17 Deutsche Einheit“ vorgesehen. Zwar wird seit dem vergangenen Jahr bereits geplant. Noch gibt es aber von der Bundeswasserstraßenverwaltung weder genaue Zeit- noch Kostenpläne.

Von André Wirsing

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