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Brandenburg/Havel Gelockerter Psychiatrie-Aufenthalt für "Rosa Riese"
Lokales Brandenburg/Havel Gelockerter Psychiatrie-Aufenthalt für "Rosa Riese"
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13:59 17.07.2013
Der Serienmörder zieht beim Verlassen des Gerichtssaals in Potsdam 1992 die Jacke über den Kopf. Quelle: dpa
Brandenburg an der Havel

Der als „rosa Riese“ in die Kriminalgeschichte eingegangene Serienmörder Wolfgang S. (46) könnte in einigen Jahren frei kommen. Dafür spricht die Lockerungsstufe, die er nach MAZ-Informationen im April erhalten hat. Somit darf er sich in Begleitung von Mitarbeitern des Maßregelvollzugs zu festgelegten Zeiten außerhalb der geschlossenen psychiatrischen Anstalt in Brandenburg/Havel aufhalten, in der er seit mehr als zwanzig Jahren lebt. Wolfgang S. wurde 1992 zu 15 Jahren Haft und der Einweisung in eine geschlossene Psychiatrie verurteilt. Seine Strafe ist somit verbüßt. Die Therapie läuft weiter.
Die Lockerung gilt als eine Vorstufe der Entlassung in Freiheit. „Wenn alles normal läuft und er sich an alle Regeln hält, ist er in vier bis fünf Jahren draußen“, sagt der Rechtsanwalt Karsten Beckmann. Zwischen 1989 und 1991 hatte der Mann aus Rädel Angst und Schrecken unter Frauen und Mädchen Brandenburgs verbreitet. Innerhalb von anderthalb Jahren ermordete er fünf Frauen und ein Baby, dessen Kopf er an einer Baumwurzel zerschmetterte. Zwei Schülerinnen entkamen ihm knapp. Im August fassten zwei Jogger die „Bestie von Beelitz“. Ihnen fällt ein Mann in Damenbekleidung auf. Fortan nennen die Medien den 1,90-Meter-Mann „rosa Riese“.
Seit seiner Verurteilung wird er als Patient des Maßregelvollzugs auf dem abgesperrten Gelände der Psychiatrie in Brandenburg behandelt. Seit Mitte der 90er-Jahre will er eine Frau sein. Der sechsfache Mörder möchte, dass er Beate genannt und diese Namensänderung auch aktenkundig wird. Fotos im Internet zeigen ihn geschminkt mal im Bikini, mal im Rock – mit langen Haaren und weiblichem Schmuck. Im Jahr 2010 beginnt der Serienmörder eine Hormonbehandlung mit dem Ziel, auch biologisch aus dem Wolfgang eine Beate zu machen. Zur ambulanten Östrogentherapie wird er seit diesem Mai in eine Spezialklinik nach Berlin gefahren.
Über Lockerungen wie den begleiteten Ausgang nach draußen entscheidet der Maßregelvollzug auf der Basis fachmedizinischer Gutachten. Die Ärzte stimmen Lockerungen mit der Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Potsdam ab.

Von Jürgen Lauterbach

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