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Gemeinde gibt keine Flächen für Prokon

Windräder in Bensdorf Gemeinde gibt keine Flächen für Prokon

Die Energiegenossenschaft Prokon will in der Gemarkung Bensdorf zwölf Windräder errichten. Auf Unterstützung der Gemeinde kann das Unternehmen nicht setzen. So haben die Volksvertreter am Montag den Abschluss eines Nutzungsvertrages über kommunale Flächen und Wege, die für die Errichtung und den Betrieb des Windparks von Bedeutung wären, abgelehnt.

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Für Windräder gibt Bensdorf keine kommunalen Flächen.

Quelle: Wachs

Bensdorf. Sollte die Prokon Regenerative Energien eG ihre Pläne zum Aufbau eines Windparks in der Gemarkung Bensdorf weiter verfolgen, kann die Energiegenossenschaft nicht auf die Unterstützung der Kommune setzen. So haben die Gemeindevertreter am Montag den Abschluss eines Nutzungsvertrages mit dem Unternehmen abgelehnt. Dabei geht es um kommunale Flächen und Wege, die für die Errichtung und den Betrieb eines möglichen Windparks von Bedeutung wären.

Prokon hatte der Gemeinde ein Angebot unterbreitet. Doch eine Pflicht, diese Flächen einem Windparkbetreiber durch einen privat-rechtlichen Vertrag zu überlassen, besteht nicht. Sieben Abgeordnete stimmten für die Ablehnung eines Nutzungsvertrages. Bürgermeister Bernd König und sein Stellvertreter Ekhard Wolter enthielten sich der Stimme. Prokon beabsichtigt zwischen Altbensdorf und Vehlen zwölf Windräder aufzustellen. Die ursprüngliche Planung von 24 Anlagen ist nach einer Ablehnung durch das Landesumwelt vom Tisch.

Wie Prokon auf die jüngste Entscheidung im Gemeinderat reagiert ist unklar. Eine Stellungnahme des Unternehmens war am Dienstag nicht mehr zu bekommen. Auf die Flächenarrondierung von privaten Eigentümern hat der Beschluss der Gemeindevertretung keinen Einfluss. Die Prokon Genossenschaft ging 2015 aus der Umwandlung der Prokon Regenerative Energien GmbH im Zuge eines Insolvenzverfahrens hervor.

Um ein zweites Windparkprojekt in der Gemeinde Bensdorf wird noch vor dem Verwaltungsgericht gestritten. Dabei geht es um einen Ablehnungsbescheid des Landesumweltamtes gegen zwölf Windkraftanlagen, die die Planungsgemeinschaft Windpark Herrenhölzer GbR südlich der B 1 errichten möchte. Für das Landesumweltamt ist dieser Windpark „naturschutzrechtlich nicht zulässig“.

Die knapp 200 Meter hohen Anlagen würden den Flugkorridor der Großtrappen zwischen den Vogelschutzgebieten „Fiener Bruch“ und „Havelländisches Luch“ gefährden. Doch das letzte Wort in dieser Sache ist nicht gesprochen. Die Investoren klagen gegen den Ablehnungsbescheid. Eine Entscheidung steht aus.

Von Frank Bürstenbinder

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