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Brandenburg/Havel Drei Sommerfest-Tage in Sankt Bernhard
Lokales Brandenburg/Havel Drei Sommerfest-Tage in Sankt Bernhard
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15:42 05.08.2018
Hans-Martin Richter (hinten Mitte) bastelt mit den Kindern auf dem Sommerfest Leuchttürme und Trommeln Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Zu einem großen dreitägigen Sommerfest hat das Begegnungszentrum Sankt Bernhard in der Walzwerksiedlung in Brandenburg noch bis Sonntagnachmittag geladen. Zu dem bunten Event für Kinder und Erwachsene in der Evangelischen Gemeinschaftskirche strömten viele Dutzend Menschen. Prägend für diesen neuen christlichen Ort an alter katholischer Wirkungsstätte ist das Ehepaar Beate und Hans-Martin Richter, auf dessen Initiative hin das vormals lange ungenutzte Gebäude vor zwei Jahren gekauft werden konnte (MAZ berichtete).

Seit dem 1. Juli nun hat das Begegnungszentrum neben dem Pastor Hans-Martin Richter eine weitere hauptamtliche Kraft: Martina Stock ist als Referentin nun zuständig für die Kinder- und Jugendarbeit. Sie arbeitet in Teilzeit als Gemeindediakonin. Gemeinsam mit Susann Brückner, die derzeit ihr Anerkennungsjahr als Religionspädagogin absolviert, wird sie Gruppen für Kinder und Jugendliche anleiten.

Vor gut einem Jahr eröffnet

Vor gut einem Jahr, am 8. Juli 2017, hat Generalsuperintendentin Heilgard Asmus die Gemeinschaftskirche Sankt Bernhard eingeweiht. Ein eigens gegründeter Verein hatte die Kirche zuvor dank 60 000 Euro Spenden kaufen können. Bekannt wurde diese Aktion, weil ein Makler die Kirche kurioserweise sogar auf der Internet-Plattform Ebay zur Ersteigerung angeboten hatte. Dass das Gotteshaus schließlich zu neuem Leben erwacht ist, entlockt Hans-Martin Richter auch jetzt noch ein „Halleluja!“

Diakonin Martina Steck und Pastor Hans-Martin Richter vor der Sankt-Berhard-Kirche in der Thüringer Straße in Brandenburg. Quelle: Marion von Imhoff

Das Begegnungszentrum ist ein Projekt der Evangelischen Kirche und gehört zum Gemeinschaftswerk der Landeskirche Berlin-Brandenburg.

Schon 2017 lud das Begegnungszentrum zu einem Sommerfest ein. Ziel ist es, die Kirche vor allem in der Walzwerksiedlung bekannter zu machen. „Die Kirche ist für die Walzwerksiedlung und auch für Atheisten und für Areligiöse“, sagt der Pastor. Er erlebe vor allem bei den älteren Anwohnern in dem Stadtteil Brandenburgs „eine große Hoffnungslosigkeit“. Dem einstigen Stolz auf das ehemals größte Stahlwerk der DDR, in dem viele Menschen aus der Gegend Arbeit gefunden hatten, sei nach der Wende und der damit einhergehenden Arbeitslosigkeit Mutlosigkeit gewichen. Den Menschen ihren Stolz zurückzugeben und sie aufzumuntern, sei das Ziel des Begegnungszentrums, sagt der Theologe, der aus der Nähe von Ulm stammt. „Ob uns das aber bei den Älteren gelingt, ist noch offen.“

Über hundert Besucher binnen drei Tagen

Dennoch –das Konzept scheint aufzugehen: So strömten alleine zum Flohmarkt am Sonntag rund 50 Besucher, an den Tagen zuvor kamen jeweils etwa 80 Gäste auf das sommerlich festlich geschmückte Areal an der Thüringer Straße 68. Bunte Fähnchen-Girlanden umrankten Kirche und Garten. Eine Hüpfburg war schon von Weitem zu sehen. Basteltische, Spiele und Grill- und Kuchenstände waren dicht umsäumt von Familien. Freunde mitbringen und Freunde finden, war das Motto der Sommertage. Aus der Kirche erklang dazu Popmusik.

Mittlerweile treffen sich zu den Bibellesungen sonntags um 18.30 Uhr 15 bis 20 Menschen. „Ich dachte, im ersten Jahr bin ich hier fast alleine“, sagt Hans-Martin Richter. „Aber es kommen Menschen, bringen ihre Freunde mit und die Freunde bringen wieder ihre Freunde mit.“

Von Marion von Imhoff

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