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Brandenburg/Havel Genthiner Gastronomin kommt an die Buckau
Lokales Brandenburg/Havel Genthiner Gastronomin kommt an die Buckau
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14:04 28.06.2017
Gastronomin Birgit Buchmann und Eulenmüller Otto Schmücker vor dem aus 40 Schaufeln bestehenden Wasserrad. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Glienecke

Einige aus der Branche haben es vor ihr versucht. Nun will Birgit Buchmann die Besucher der Eulenmühle mit Speis und Trank beköstigen. „Die idyllische Lage hat mich sofort begeistert“, schwärmt die Genthiner Gastronomin. Zunächst will sie jeden Sonntag dafür sorgen, dass es an der Buckau wieder eine Mittagskarte und einen Kaffeetisch gibt. Ob die Öffnungszeiten auf weitere Tage ausgedehnt werden, hängt von der Entwicklung des Publikumsverkehrs ab.

Birgit Buchmann hat ihren Beruf von der Pike auf gelernt und weiß, dass die Bäume in der Gastronomie nicht in den Himmel wachsen. Die abgeschiedene Lange der Eulenmühle ist einerseits ein Standortvorteil, andererseits eine Herausforderung an die Betreiber. Gastronomisch genutzte Wassermühlen gibt es nicht mehr viele in Brandenburg. Der Wald lädt zu Spaziergängen ein. Ein Teich und ein Streichelzoo gehören zum Anwesen, dessen spannende Geschichte bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht.

Wechselvolle Geschichte

Am 23. Oktober 1408 wird ein Gefecht der Magdeburger und Brandenburger zwischen Glienecke und der Eulenmühle ausgetragen. Mit diesem Datum erhält die Eulenmühle ihre erste Erwähnung. Im 15. Jahrhundert nannte man sie noch Uhlemuhle. Verwaltungsrechtlich gehört das Anwesen zu Bücknitz.

Zur wechselvollen Geschichte der Wassermühle, die bis in die 1960er-Jahre als Kornmühle diente, gehören zahlreiche Besitzerwechsel. Die jüngere Geschichte des einsamen Anwesens begann 1927 mit dem Kauf durch Otto Schmücker senior. Ab 1961 übernahm dessen gleichnamiger Sohn die Mühle.

Die Wasserkraftanlage wurde 1999 erneuert. Gleichzeitig erfolgte der Ausbau der Mühle zu einem Ausflugsziel mit Gastronomie, Pension und Ferienhaus. Seit 1984 verfügt der Hof über ein Sägegatter, das einst in Rietz stand. Damit sind bis heute Lohnschnittarbeiten möglich. Mit der Kraft der Buckau wird Strom erzeugt.

In Genthin ist Birgit Buchmann keine Unbekannte. In ihrer Heimatstadt betreibt sie die Discothek „Eisenbahn“ mit angeschlossener Gaststätte und Kiosk. Der Landgasthof „Zur Linde“ in Güsen wird ebenfalls unter ihrer Regie betrieben. Wichtiges Standbein ihres Familienunternehmens ist jedoch der Partyservice und die Vermietung der Lokalitäten für Feierlichkeiten.

Die Eulenmühle mit dem von der Buckau angetriebenen Wasserrad hält Birgit Buchmann zum Beispiel für ein tolles Hochzeitsambiente, dass nach Absprache an allen Wochentagen bewirtschaftet werden kann. Derzeit rüstet die Gastronomin, die sich vor 20 Jahren selbstständig gemacht hat, Küche und Vorratskammern auf. Gastraum und Saal bekommen den letzten Schliff. Mit gutem Essen und gutem Service will die Wirtin die Leute ins Grüne ziehen.

Von der Eulenmühle hatte die Genthinerin zuvor noch nichts gehört. Bis zu dem Tag, als sie von Otto Schmücker einen Anruf bekam. Der Mühlenbesitzer will nicht nur ein fleißiges Wasserrad, mit dem über einen Generator Strom erzeugt wird. Auch in der Küche soll es sich wieder drehen. „Der Einstieg von Frau Buchmann soll die Eulenmühle als Ausflugsziel wieder attraktiv machen“, wünscht sich Schmücker. Vom Scheitern mehrerer Vorgänger lässt sich die neue Wirtin nicht bange machen. „Als Selbstständige liebe ich meine Arbeit und meine Gäste“, sagte sie der MAZ. Dass die Eulenmühle nicht an Anziehungskraft verloren hat, bewies der jüngste Mühlentag mit rund 250 Besuchern.

Seit 1927 ist die Eulenmühle im Familienbesitz der Schmückers. Otto Schmücker übernahm 1960 das Anwesen als Getreidemühle von seinem Vater. Er gewinnt heute aus der Kraft der Buckau Strom und speist im Durchschnitt zehn Kilowatt pro Stunde ins öffentliche Netz. Zur Mühle gehören Pensionszimmer und eine Ferienwohnung.

Von Frank Bürstenbinder

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