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Brandenburg/Havel Geöffnete Autotür streckt Radfahrer nieder
Lokales Brandenburg/Havel Geöffnete Autotür streckt Radfahrer nieder
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12:56 19.03.2018
Dooring heißt ein Unfall, bei dem eine geöffnete Autotür einen Radfahrer in voller Fahrt erwischt. Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V., Bonn
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Brandenburg/H

Am Sonntagabend ist ein Brandenburger Radfahrer in der Steinstraße einem sogenannten Dooring-Unfall zum Opfer gefallen. In Anlehnung an das englische Wort für Tür werden mit diesem Wort Verkehrsunfälle bezeichnet, bei denen Autofahrer ihre Autotür öffnen ohne Rücksicht auf Radfahrer, die auf der Fahrspur unterwegs sind.

Am Sonntag gegen 20.20 Uhr öffnet eine 36 Jahre alte Autofahrerin nach dem Einparken in der Steinstraße die Tür ihres Wagens. Dabei unterlässt sie es nach Angaben der Polizei, sich beispielsweise mit dem Schulterblick davon zu überzeugen, dass sie die Tür ohne gefahr für andere öffnen kann.

Ein 49 Jahre alter Radfahrer, der die Steinstraße in Richtung Neustädtischer Markt befährt, kann der sich plötzlich öffnenden Tür nicht mehr ausweichen. Er kollidiert mit der Tür und verletzt sich dabei.

Rettungskräfte bringen das Unfallopfer zur medizinischen Versorgung ins städtische Klinikum. Die Polizei nimmt den Unfall auf und übergibt das Fahrrad an Angehörige des Mannes.

Dooring ist die Ursache bei jedem 14. Radfahrer-Unfall

Dooring-Unfälle sind vergleichsweise selten, können aber folgenreich sein. Einer Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) von 2017 zufolge kollidiert bei rund jedem 14. Pkw-Radfahrer-Unfall, das sind sieben Prozent, ein Radler mit einer sich öffnenden Autotür, meist der Fahrertür. Basis der Studie ist die eigene Unfalldatenbank.

Rund jeder fünfte dieser Unfälle endete mit einer schweren Verletzung für den Radfahrer. Zu jeweils 40 Prozent handelt es sich um Kopfverletzungen und Verletzungen der Beine.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) hat in Österreich eine umfangreiche Studie über das Radfahren entlang von parkenden Fahrzeugen und den damit verbundenen Risiken durchgeführt. Dafür wurden österreichweit zehn Standorte mittels Videoanalysen untersucht und Radfahrer sowie Autofahrer befragt.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich im Durchschnitt drei Viertel aller beobachteten Radfahrer innerhalb der 75 Zentimeter breiten sogenannten „Dooring-Zone“ bewegen und so Gefahr laufen, von plötzlich aufgehenden Autotüren erfasst zu werden.

Die meisten Autofahrer halten Sicherheitsabstand nicht ein

80 Prozent der Autofahrer halten beim Überholen den erforderlichen Sicherheitsabstand zu Radfahrern nicht ein. Drei Viertel der befragten Radfahrer waren schon in einen Unfall oder eine kritische Situation mit aufgehenden Autotüren verwickelt.

Von Jürgen Lauterbach

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