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Brandenburg/Havel Gerd Baumann läuft nicht mehr
Lokales Brandenburg/Havel Gerd Baumann läuft nicht mehr
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17:54 17.02.2016
Gerd Baumann Quelle: Ale
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Wusterwitz

Der Ausnahmeläufer Gerd Baumann ist tot. Der Wusterwitzer starb am Dienstag, nur wenige Tage vor seinem 66. Geburtstag. Der mit dem Hubschrauber herbeigeeilte Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Am Montag wollte Baumann eigentlich noch eine Runde laufen. Doch fühlte er sich nicht. Er ging abends ins Bett und wachte am nächsten Morgen nicht mehr auf.

Der gebürtige Zitzer hatte noch so viele Pläne. Am 21. Mai wollte er zum 38. Mal den Rennsteiglauf absolvieren. Nicht etwa den Halbmarathon oder die 43 Kilometer. Nein die 72 Kilometer. Die hatte er 1978 und 1981 jeweils in knapp über 5 Stunden gewonnen. Zehnmal lief er am Rennsteig in die Top Ten. Zumindest am Rennsteig ist er geradezu eine Legende.

Mit 15 Jahren nahm der Maurerlehrling an der Spartakiade teil. In den Folgejahren verblüffte er immer wieder die Club-Läufer. Während die tagsüber trainierten, lief er morgens 20 Kilometer zur Baustelle, schuftete dort acht Stunden, um dann wieder nach Hause zu laufen. In der Woche absolvierte er bis zu 220 Kilometer. Und das in der Regel allein, hatte er weder Trainer noch Laufpartner. Über 100 Kilometer war er deutsche Spitze. In Coswig lief er diese Strecke in 6:54:26 Stunden. Einladungen aus dem Ausland wurden vom Verband abgeschmettert.

In seiner Laufbahn absolvierte er gut 20 Marathons und blieb zehnmal unter 2:30 Stunden. Von seiner Bestzeit – 2:25:06 Stunden – kann die heutige Läufergeneration nur träumen. Seit Herbst 2014 war Baumann Rentner. Nach zwei Knie-Operationen lief er zuletzt dreimal die Woche jeweils 20 Kilometer. Der Rennsteig war sein Ziel. Doch 95 Tage vorher hörte sein Herz auf zu schlagen.

Von Marcus Alert

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