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Brandenburg/Havel Gericht: 100 Meter zum Postkasten sind zu weit
Lokales Brandenburg/Havel Gericht: 100 Meter zum Postkasten sind zu weit
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00:21 14.12.2017
Die Ehepaare Gisela und Manfred Hornfeld (Vordegrund) sowie Brigitte und Manfred Linke (Hintergrund) vor ihren Häusern, die 100 beziehungsweise 70 Meter vom Sammelbriefkasten entfernt stehen. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Voraussichtlich wird das Landgericht Potsdam entscheiden müssen, ob der Sammelbriefkasten der Wohnanlage in Hohenstücken zu weit entfernt von den Haustüren der Mieter steht und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Brandenburg/Havel als Vermieter Abhilfe schaffen muss. Das Amtsgericht hat am Montag im Sinne der klagenden Mieter entschieden.

Wie berichtet leben die Rentnerehepaare Gisela und Manfred Hornfeld sowie Brigitte und Manfred Linke seit April 2015 in der damals neuen, altersgerechten Wohnanlage des ASB-Ortsverbandes Brandenburg in der Rosa-Luxemburg-Allee. Von ihren Reihenbungalows aus müssen sie bis zu 100 Meter zurückzulegen, um morgens an ihre Zeitung und später an ihre Briefe zu gelangen. Denn so weit entfernt befindet sich der Sammelbriefkasten, in dem sie wie alle Mieter der Anlage ein Postfach zugewiesen bekommen haben.

Die beiden Mietparteien wollen diesen Zustand nicht dulden und argumentieren unter anderem damit, dass der Weg zum Briefkasten besonders bei winterlicher Witterung für alte und gehbehinderte Mieter zu weit und auch zu gefährlich ist. Ihr Vermieter hält dem entgegen, dass er seinen Mietern ein ungestörtes Wohnen ermöglichen will, indem er die mit einer Schranke gesicherten Wohnanlage nicht für die Post und andere motorisierte Dienstleister öffnet. Dirk Stieger, Rechtsanwalt des ASB, wies auch am Montag noch einmal auf das Konzept seiner Mandantin hin, den Zufahrtsverkehr zu beschränken.

Den Richter überzeugte der ASB-Anwalt jedoch nicht. In seiner Entscheidung am Montag gibt er den klagenden Mietern Recht und verpflichtet er den Vermieter, Abhilfe zu schaffen, den Rentnern also den langen Weg zu ihrem Briefkasten erheblich abzukürzen.

Ob die von Gegenanwalt Klaus Schomann geforderten fünf Meter Abstand nicht überschritten werden dürfen ließ er offen. „Aber eine Entfernung von 70 oder 100 Metern ist jedenfalls zu weit und nicht mehr zumutbar“, sagte Torsten Bönig.

Noch offen ist, ob und in welcher Höhe die Mieter entschädigt werden für die lange Wegstrecke, sie sie seit zweieinhalb Jahren in Kauf nehmen müssen. Richter Bönig erwartet, dass der ASB gegen die Entscheidung des Amtsgerichtes in Berufung vor der nächsten Instanz, dem Landgericht Potsdam, gehen wird. Andere Mieter haben sich inzwischen übrigens auf die Seite des ASB gestellt und sprechen sich für den Erhalt des Sammelbriefkastens aus. Falls auch die zweite Instanz im Sinne der Kläger entscheidet, müsste der ASB überlegen, ob er nur den Klägern oder allen Mietern eigene Briefkästen vor die Tür baut.

Von Jürgen Lauterbach

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