Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Gesundheitsbranche stärkt die heimische Wirtschaft
Lokales Brandenburg/Havel Gesundheitsbranche stärkt die heimische Wirtschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 22.02.2018
Ramona Schröder ist Chefin der Arbeitsagentur in Potsdam Quelle: Foto: Jacqueline Steiner
Anzeige
Brandenburg/H

Mehr als 7000 Menschen sind in Brandenburg/Havel im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigt – und zwar sozialversicherungspflichtig. Das geht aus Daten hervor, die die Stadtverwaltung Brandenburg/Havel und die Arbeitsagentur Potsdam in dieser Woche veröffentlicht haben. An zweiter Stelle folgt das verarbeitende Gewerbe mit rund 5400 Beschäftigten.

Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) stellt im laufenden Wahlkampf fest, dass die Stadt eine „starke Wirtschaftsentwicklung“ erlebt. Knapp 5000 Jobs seien in der Stadt seit 2005 neu entstanden, knapp ein Viertel davon in der Gesundheitswirtschaft. Der Politiker stützt sich auf Datenbestände der Arbeitsagentur, die zuletzt zum Stichtag 30. Juni 2017 erhoben wurden.

Danach ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten seit 2013 stets gesteigen, zuletzt um 2,1 Prozent auf 29 258 Menschen. Etwa die Hälfte der Sozialversicherten arbeiten im Gesundheits- und Sozialwesen oder im verarbeitenden Gewerbe. Dienstleistungen und handel folgen als Arbeitgeber in der Stadt.

Die vorsitzende Geschäftsführerin der Arbeitsagentur im Bezirk Potsdam Ramona Schröder sieht sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass Brandenburg/Havel eine „wirtschaftliche Potenzialträgerin“ sei. Schröder: „Erstmalig ist die Havelstadt mit einer einstelligen Arbeitslosenquote in ein Jahr gestartet – davon konnten wir im Januar 2015 nur träumen.“ Sie bezieht sich auf die Januar-Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent.

Jobcenter-Geschäftsführer Michael Glaser erkennt Chancen in der „Arbeitswelt 4.0“. Seine Behörde setze sich damit auseinander, was die Digitalisierung für die Stadt bedeutet und wie der Wirtschaftsstandort davon profitieren kann.

Bürgermeister Scheller sprach in der jüngsten Wirtschaftspressekonferenz zwar von hervorragend ausgebauter Infrastruktur und meine damit „Straße, Scheine, Wasser und die Flughafennähe zu Berlin (ohne BER). Zugleich bezeichnete er die Anbindung an die Autobahn A 2 als immer noch „Hemmschuh“.

Die gemeinsam versprühte Optimismus deckt sich nicht ganz mit dem Eindruck, den das Magazin Focus in seinem aktuellen Deutschland-Ranking veröffentlicht hat. Dieser Vergleich orientiert sich an wirtschaftsrelevanten Kategorien, nämlich Wachstum und Jobs, Firmengründungen, Produktivität und Standortkosten, Einkommen und Attraktivität sowie Lebensqualität. Bei diesen Bewertungsmaßstäben liegt Brandenburg/Havel in Deutschland recht weit hinten. Hoffnung gibt der Mittelfeldplatz der Havelstadt in der Kategorie Wachstum und Jobs.

Von Jürgen Lauterbach

Eine Mutter hat vor fünf Jahren ihr Kind durch eine Krebserkrankung verloren und erhebt in einem Facebook-Eintrag schwere Vorwürfe gegen die Kinderklinik in Brandenburg an der Havel. Chefarzt Hans Kössel hat auf eine MAZ-Anfrage zum Fall reagiert – und sieht seine Mitarbeiter zu Unrecht angegriffen.

22.02.2018

Ehrenamtliche Archäologen haben im vergangenen Jahr in den einstigen Baracken des Arado-Zwangsarbeiterlagers Rathenow Gegenstände gefunden, die ein neues Licht auf die damaligen Lebensbedingungen werfen. Davon berichtet Denkmalpfleger Thomas Kersting. Aus Flugzeug-Aluminium stellten die Zwangsarbeiter Gabeln her.

22.02.2018

Nach der Absage der umstrittenen Kreisreform wollen die Kommunen nun dennoch näher zusammenrücken. Die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel und die benachbarten Landkreise Potsdam-Mittelmark und Havelland möchten künftig enger zusammenarbeiten. Wie das in der Praxis aussehen kann, erörterten die Führungs-Teams am Dienstag.

22.02.2018
Anzeige