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Gezerre um letzten Zirkus-Schimpansen

Belly in Kirchmöser Gezerre um letzten Zirkus-Schimpansen

Zu den Tieren, die mit Circus Belly von Gast-Station zu Gast-Station reisen, gehört Robby, der letzte Zirkusschimpanse Deutschlands. Die Tierschutzorganisation Peta kämpft für dessen Umzug in eine artgerechte Umgebung. Dagegen setzt sich Zirkusdirektor Klaus Köhler zu Wehr.

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Klaus Köhler und der Schimpanse Robby. Das Tier lebt in einem Gehege des Circus’ Belly, aber der Direktor darf Robby nicht mehr vorführen.

Quelle: MAI

Brandenburg/H. Robby ist der letzte in einem deutschen Zirkus gehaltene Menschenaffe. Der Schimpanse ist damit eine Ausnahmeerscheinung und gastiert noch bis Sonntagnachmittag mit dem Circus Belly an der Uferstraße in Kirchmöser. Doch das Wort gastieren passt nicht ganz. Zirkusdirektor Klaus Köhler darf mit dem Tier nicht mehr auftreten.

Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat zudem beschlossen, dass das Tier in eine niederländische Auffangstation für schlecht gehaltene Schimpansen umziehen soll. Dafür gekämpft hat die Tierschutzorganisation Peta. Dagegen setzt sich Robbys Besitzer zur Wehr. So verfolgt Klaus Köhler zwei Ziele, den Menschenaffen zu behalten und erfolgreiche Zirkusaufführungen zu bieten und das Zelt voll zu kriegen. Robbys Schicksal erhöht den Bekanntheitsgrad der Artisten beträchtlich und dürfte dabei nicht schädlich sein, die Tribünen voll zu bekommen.

Circus Belly aus dem niedersächsischen Soltau ist mit einem 25-Mitarbeiter-Team unterwegs. In den 38 Transportfahrzeugen überbrücken die 24 Pferde und Ponys, dazu Lamas und dressierte Hunde und Tauben die Distanz zwischen den Gastspiel-Stationen.

Seit 41 Jahren lebt der 46-jährige Robby bei Klaus Köhler. „Kontakt zu Artgenossen hatte er nie“, sagt Köhler und glaubt nicht an Robbys Glück in einer Auffangstation. Der Schimpanse lebt in einem Gehege. Neugierig berührt er Hände und Füße seines Gegenübers. Eine Art Lachen kommt, wenn ihn sein Halter kitzelt. „Tierschutz sind wir selber“, sagt Klaus Köhler, dessen Mutter aus einer 300-jährigen Zirkusdynastie stammt. Köhlers Vater war Ingenieur in den 30er Jahren in den Arado Flugzeugwerken in Brandenburg. Mit zwei Fahrrädern und drei Kindern flohen die Köhlers nach dem Krieg gen Westen in die Lüneburger Heide.

Köhler geht in Berufung gegen das Urteil. So geht das Gezerre um Robby weiter.

Info: Circus Bellys Gastspiele sind am Freitag 17 Uhr, Samstag 14 und 18 Uhr und Sonntag 11 Uhr.

Von Marion von Imhoff

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