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Brandenburg/Havel Unfall in Prützke – Gefahrstoffeinheit rückt an
Lokales Brandenburg/Havel Unfall in Prützke – Gefahrstoffeinheit rückt an
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18:40 22.04.2016
Kräfte der Gefahrguteinheit in Schutzanzügen am Unfallort mitten in Prützke. Quelle: Patrick Plönnig
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Prützke

Großalarm in Prützke: Der Anhänger eines Traktorgespanns, randvoll mit einem Pflanzenschutzgemisch, kippte am frühen Freitagnachmittag in Prützke um und sorgte in den darauf folgenden Stunden nicht nur für helle Aufregung im Ort, sondern auch für einen Giftalarm. Der Anhänger, eine 5 000 Liter fassende Feldspritze, war von der Grebser Straße kommend kurz nach der Kurve in die Straße Altes Dorf auf den Gehweg gekippt. Bei dem Unfall entstand kein Personenschaden.

Die Straße Altes Dorf ist komplett abgeriegelt. Quelle: Patrick Plönnig

Der Fahrer, der für den landwirtschaftlichen Betrieb Emerald Irish Pork unterwegs war, hatte seinen Düngewagen auf dem Weg zu den Feldern hinter Prützke kurz zuvor voll befüllt. „Ein Erkundungstrupp stellte an der Unfallstelle fest, dass das Pflanzenschutzgemisch zum Teil ausgelaufen war. Zur Beseitigung mussten wir die Unfallstelle relativ weitläufig absperren“, sagte Einsatzleiter Max Görner am frühen Freitagabend. Die Ortsdurchfahrt von Prützke musste von Paterdamm kommend über Stunden gesperrt werden. Autofahrer wurden über Rietz weitergeleitet.

Gegen 12.30 Uhr war das Gespann in die Straße Altes Dorf eingebogen. Aus noch nicht geklärter Ursache kippte der Hänger dort um. Bis zu 80 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren vor Ort. Die größte Gruppe stellte die Gefahrstoffeinheit, die für den Südwesten des Landkreises Potsdam-Mittelmark zuständig ist. Mit insgesamt neun Fahrzeugen waren Kameraden aus Bad Belzig, Niemegk, Wiesenburg, Dahnsdorf, Treuenbrietzen und Kloster Lehnin vor Ort.

„Ein Teil des Düngemittels floss ins Erdreich sowie in die Garage eines Hauses in der Straße Altes Dorf“, sagte der Einsatzleiter. Nach einer ersten Lageeinschätzung näherten sich nur Kameraden mit Atemschutz und leichter Chemikalienschutzausrüstung der ausgelaufenen Flüssigkeit und brachten Bindemittel auf. Während des Einsatzes musste die Anwohnerin des betroffenen Hauses ihr Grundstück verlassen. Die eingesetzten Feuerwehrleute mussten indes nach der Erfüllung ihrer Aufgaben ein extra aufgebautes Dekontaminationszelt durchlaufen, um ihre besonderen Schutzanzüge wieder abzulegen.

Der mit Dünger beladene Hänger liegt auf der Seite. Quelle: Patrick Plönnig

Nach etwa vier Stunden Einsatzzeit konnten Mitarbeiter von Emerald Irish Pork den umgekippten Dünge-Anhänger mit Hilfe eines Radladers selbst wieder aufrichten und abtransportieren. „Die akute Gefahr war mit dem Abpumpen der Flüssigkeit aus der Garage und dem zusätzlichen Abbinden beseitigt. Um eventuell kontaminiertes Erdreich und den vielleicht nötigen Abtransport durch eine Spezialfirma kümmert sich nun das Umweltamt des Landkreise Potsdam-Mittelmark“, sagte Einsatzleiter Görner am Ende eines unterm Strich glimpflich verlaufenen Einsatzes.

Von Christine Lummert

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