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Brandenburg/Havel Wegen Sex sollte Baby sterben
Lokales Brandenburg/Havel Wegen Sex sollte Baby sterben
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15:23 27.02.2015
Brandenburg an der Havel

Der 36-Jährige hat demnach zwischen dem 19. März und 29. Juni 2014 seine zu Beginn der Gifttortur acht Monate alte Tochter versucht zu ermorden. Dafür steht er von Dienstag an vor seinen Richtern im Potsdamer Landgericht.

Angeklagt ist zudem die mehrfache Misshandlung des Kindes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der wichtigste von mehreren Tatorten ist Brandenburg an der Havel, genauer gesagt die Kinderstation des Städtischen Klinikums. Dort wurden der verdächtige Vater und zunächst auch die Mutter am 30. Juni verhaftet.

Nicht weniger als zwölfmal soll der mutmaßliche Giftmischer seinem wehrlosen Kind der Anklage zufolge Desinfektionsmittel oder zitronensäurehaltige Reinigungsmittel verabreicht haben. In den ersten zehn Fällen wollte er nach Überzeugung der Ermittler die Gesundheit seiner Tochter zumindest für mehrere Tage schädigen, um eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich zu machen.

Während das Mädchen in verschiedenen Kliniken lag und behandelt wurde, soll er seine Giftangriffe gegen das Kind fortgesetzt haben, sogar als zwischenzeitlich ein lebensbedrohlicher Koma-Zustand des Kindes eingetreten war.

Schließlich, so wirft ihm der Staatsanwalt vor, wollte der verheiratete Mann seine Tochter durch die Verabreichung des Desinfektionsmittels töten, weil er sie als erhebliche Belastung empfunden habe. Das Motiv: die außereheliche Sexbeziehung.

Ursprünglich richtete sich der Verdacht der Ermittler gegen beide Elternteile. Doch schnell konzentrierten sie sich auf den Mann, der seit 2. Juli 2014 in Untersuchungshaft sitzt. Dem Vernehmen nach bestreitet er die Taten.

Die in Seedorf bei Neumünster lebende Familie war nach Brandenburg gekommen, damit sich ihre Kleine, die zeitweise keine Nahrung bei sich behielt und nicht schlucken konnte, in der Helios-Rehaklinik in Hohenstücken erholt. Das Kind machte auch Fortschritte. Aber aus damals unerklärlichen Gründen verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand kurz vor der Entlassung. Sie fiel ins Koma und kam am 26. Juni als Notfall in die städtische Kinderklinik.

Weil die Ärzte keine Ursache fanden, das Kind sich zunächst erholte und dann wieder ins Koma fiel, schöpfte das medizinische Personal um Chefarzt Hans Kössel den grauenhaften Verdacht, der sich offenbar bestätigte.

Das Mädchen lebt wieder bei seiner Mutter, es geht ihr gut. 27 Prozesstage sind anberaumt. Fünf Sachverständige und 59 Zeugen sind geladen.

Von Jürgen Lauterbach

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