Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Glienecker machen noch einmal Theater
Lokales Brandenburg/Havel Glienecker machen noch einmal Theater
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:31 17.09.2017
Nicht immer klirren Schwerter auf der Burg. Es darf auch getanzt werden. Quelle: Silvia Zimmermann
Anzeige
Ziesar

Mit einem kräftigen Applaus endete auf der Burg Ziesar das Theaterstück „Das Versprechen – oder warum saurer Wein die Schlacht bei Glienecke entschied“. Museumsleiter Clemens Bergstedt nahm die Schlacht bei Glienecke, die sich um 1408 bei Ziesar abspielte, als Vorlage und schrieb die Handlung und die Dialoge auf die beiden Orte zu. Die Glienecker Laiendarsteller führten nach ihrer 800-Jahr-Feier beim Mittelalterfest die Handlung noch einmal auf.

Bergstedt selbst schlüpfte in die Rolle des Weinhändlers Franko Vino. Dass mit diesem Weinhändler etwas nicht stimmte, merkten die Glienecker Bauern sehr schnell. Bergstedt ließ in seinen Dialogen den Humor nicht zu kurz kommen. Das Publikum belohnte dies mit vielen Bravo -Rufen und Applaus.

Kürbissuppe für das Askanier-Lager. Quelle: Silvia Zimmermann

Die Bruderschaft der Askanier und ihre befreundeten Mittelaltervereine belagerten bereits zum 11. Mal den Park und die Burg Ziesar. Das Publikum konnte an ihrem Lagerleben teilhaben. Auch wieder in Ziesar mit dabei waren die Landsknechte unter dem Namen Pressather Fähnlein. Sie haben sich auf Spiele für Alt und Jung spezialisiert und präsentierten in Ziesar verschiedene Geschicklichkeits- und Denkspiele, an denen sich Kinder wie Erwachsene ausprobierten.

Schaukampf auf dem Burghof. Quelle: Silvia Zimmermann

Auf dem Burghof übten sich die Männer im Schwertkampf oder im Musizieren, im Lager köchelten die Frauen und Mädchen das Mittagsmahl. Wasser wurde wie im Mittelalter mit Holzeimern ins Lager getragen, Feuerholz musste gehackt werden. Burgfräuleins und Männer übten sich im Tanz oder fertigten Handarbeiten mit Weben und Schmieden. Mägde und Pagen nutzen ihre freie Zeit, um sich im Lager mit anderen zu treffen. „Wir haben unsere Aufgaben im Lager. Ich bin Page von Askanier-Ritter Ulrich von Ende. Ich muss ihn an der Tafel bedienen, seine Rüstung und das Schwert putzen. Er lehrt mich, wie ich mit Anstand durchs Leben komme“, erzählte der 13-jährige Niklas Greschkowie.

Zahlreiche Besucher verfolgten das Theaterstück. Quelle: Silvia Zimmermann

Der Künstler Klaus Cenkier fertigte in mehreren Bronzegüssen das Wappen der Askanier, den Adler. Hier konnten die Zuschauer den Abguss live miterleben. Veranstaltet wurde das Mittelalterfest von den Mitarbeitern des Burgmuseums Ziesar unter Leitung von Clemens Bergstedt. Unterstützung gaben der Kultur- und Heimatverein Ziesar, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, das Burg-Hotel und viele ehrenamtliche Helfer. Alle waren mit dem Verlauf der Burgbelagerung zu frieden. Das sonnige Wetter lockte viele Mittelalterfans auf die Burg Ziesar. Höhepunkt war am Sonntag die Burgerstürmung.

Von Silvia Zimmermann

Mit einem imposanten Festakt haben die Brandenburger Brandschützer am Wochenende ein Doppeljubiläum gefeiert. Die Freiwillige Wehr ist nun 145 Jahre alt, die Berufswehr 100 Jahre. Doch bei der Feier im Stahlpalast gab es einige nachdenkliche und mahnende Worte.

20.09.2017

Auf dem Neustädtischen Friedhof in Brandenburg an der Havel ruhen viele Persönlichkeiten, die das Leben der Stadt geprägt haben. Rund 50 Neugierige folgten den Berichten am „Tag des Friedhofs“ an diesem stillen Ort. Obendrein gab es eine Premiere.

20.09.2017

Weil 1994 in Zitz der Gaststättensaal abbrannte, musste für das Dorf ein neuer Treffpunkt her. In Eigenleistunge wurde eine Begegnungsstätte gebaut. Darin fand auch die Feuerwehr ihr neues Domizil. Die Übergabe vor 20 Jahren wurde am Wochenende zünftig gefeiert.

17.09.2017
Anzeige