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Glienecker machen noch einmal Theater

Mittelalterfest in Ziesar Glienecker machen noch einmal Theater

Die Bruderschaft der Askanier hatte die Burg Ziesar am Wochenende wieder fest in ihrer Hand. Bei dem jährlichen Mittelalterspektakel wurde getanzt, gesungen und das Schwert gezogen. Doch beim Theaterspiel mit Laiendarstellern aus Glienecke ging es friedlich zu.

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Nicht immer klirren Schwerter auf der Burg. Es darf auch getanzt werden.

Quelle: Silvia Zimmermann

Ziesar. Mit einem kräftigen Applaus endete auf der Burg Ziesar das Theaterstück „Das Versprechen – oder warum saurer Wein die Schlacht bei Glienecke entschied“. Museumsleiter Clemens Bergstedt nahm die Schlacht bei Glienecke, die sich um 1408 bei Ziesar abspielte, als Vorlage und schrieb die Handlung und die Dialoge auf die beiden Orte zu. Die Glienecker Laiendarsteller führten nach ihrer 800-Jahr-Feier beim Mittelalterfest die Handlung noch einmal auf.

Bergstedt selbst schlüpfte in die Rolle des Weinhändlers Franko Vino. Dass mit diesem Weinhändler etwas nicht stimmte, merkten die Glienecker Bauern sehr schnell. Bergstedt ließ in seinen Dialogen den Humor nicht zu kurz kommen. Das Publikum belohnte dies mit vielen Bravo -Rufen und Applaus.

Kürbissuppe für das Askanier-Lager

Kürbissuppe für das Askanier-Lager.

Quelle: Silvia Zimmermann

Die Bruderschaft der Askanier und ihre befreundeten Mittelaltervereine belagerten bereits zum 11. Mal den Park und die Burg Ziesar. Das Publikum konnte an ihrem Lagerleben teilhaben. Auch wieder in Ziesar mit dabei waren die Landsknechte unter dem Namen Pressather Fähnlein. Sie haben sich auf Spiele für Alt und Jung spezialisiert und präsentierten in Ziesar verschiedene Geschicklichkeits- und Denkspiele, an denen sich Kinder wie Erwachsene ausprobierten.

Schaukampf auf dem Burghof

Schaukampf auf dem Burghof.

Quelle: Silvia Zimmermann

Auf dem Burghof übten sich die Männer im Schwertkampf oder im Musizieren, im Lager köchelten die Frauen und Mädchen das Mittagsmahl. Wasser wurde wie im Mittelalter mit Holzeimern ins Lager getragen, Feuerholz musste gehackt werden. Burgfräuleins und Männer übten sich im Tanz oder fertigten Handarbeiten mit Weben und Schmieden. Mägde und Pagen nutzen ihre freie Zeit, um sich im Lager mit anderen zu treffen. „Wir haben unsere Aufgaben im Lager. Ich bin Page von Askanier-Ritter Ulrich von Ende. Ich muss ihn an der Tafel bedienen, seine Rüstung und das Schwert putzen. Er lehrt mich, wie ich mit Anstand durchs Leben komme“, erzählte der 13-jährige Niklas Greschkowie.

Zahlreiche Besucher verfolgten das Theaterstück

Zahlreiche Besucher verfolgten das Theaterstück.

Quelle: Silvia Zimmermann

Der Künstler Klaus Cenkier fertigte in mehreren Bronzegüssen das Wappen der Askanier, den Adler. Hier konnten die Zuschauer den Abguss live miterleben. Veranstaltet wurde das Mittelalterfest von den Mitarbeitern des Burgmuseums Ziesar unter Leitung von Clemens Bergstedt. Unterstützung gaben der Kultur- und Heimatverein Ziesar, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, das Burg-Hotel und viele ehrenamtliche Helfer. Alle waren mit dem Verlauf der Burgbelagerung zu frieden. Das sonnige Wetter lockte viele Mittelalterfans auf die Burg Ziesar. Höhepunkt war am Sonntag die Burgerstürmung.

Von Silvia Zimmermann

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