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Gnadenfrist für Stahl-Flutlichtmasten

Interessengemeinschaft soll Konzept vorlegen Gnadenfrist für Stahl-Flutlichtmasten

Die Flutlichtmasten im Stadion am Quenz in Brandenburg an der Havel bleiben vorerst stehen. Darauf haben sich die Stadtverordneten am Mittwochabend nach langer Diskussion verständigt. Allerdings ist die vorläufige Bestandsgarantie an Bedingungen geknüpft.

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Die Flutlichtmasten im Stadion am Quenz fallen - vorerst - doch nicht.

Quelle: Archiv/Steiner

Brandenburg an der Havel. Bekanntlich wollten die Verantwortlichen des Eigenbetriebes Gebäude- und Liegenschaftsmanagement GLM die 1989 auf städtischem Grund errichtete Flutlichtanlage für gut 20.000 Euro abreißen lassen. Die Kosten fürs Sanieren und Ertüchtigen betragen ein Vielfaches dieser Summe. Um die Masten auf lange Zeit standsicher zu machen, wären mit Nebenkosten rund 210.000 Euro fällig. Ebenso viel würde es noch einmal kosten, wenn die Elektrik und die Strahler ausgetauscht werden.

Zwischenzeitlich hat sich eine Interessengemeinschaft „Freunde des Stahlstadions“ gegründet. Sie besteht aus jungen Menschen aus dem FC Stahl und dessen Umfeld. Diese engagieren sich fürs Erhalten der Masten, bemühen sich um Geld und Spenden sowie um Hilfe von Handwerksfirmen. Nach eigener Aussage haben sie bereits etwa 13.000 Euro aufgetrieben. Diese Summe würde fast genügen, um erste Maßnahmen zum Sichern zu bezahlen. Damit würden die Masten noch mindestens zwei Jahre sicher stehen. 13.500 Euro kosten die Arbeiten allein, mit Nebenkosten sind es 15.900 Euro, sagt Bürgermeister Steffen Scheller (CDU). Er verantwortet das GLM.

Kontroverse Diskussion

In der Stadtverordnetenversammlung gab es konkurrierende Anträge. Zuerst hatte die SPD-Fraktion ihr Papier abgegeben, den Text wollte die CDU mit einem Änderungsantrag aufweichen, am Ende besserte die SPD selbst nach. Dennoch kam es zu kontroverser Diskussion.

SPD-Fraktionschefin Britta Kornmesser zitierte aus den Gutachten, welche die Stadt selbst in Auftrag gegeben hatte. „Es handelt sich um Bauwerke, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer in gutem Zustand sind.“ In vertrauter Runde witzelt die Kommunalpolitikerin auch darüber, dass die Stadt für diverse Gutachten so viel Geld ausgegeben hat, dass es für einige Sanierungsmaßnahmen reichen würde.

Die CDU-Stadtverordnete Birgit Didczuneit-Sandhop stellte die generelle Frage nach dem Sinn des Sanierens. „Die Anlage bringt gerade einmal 2000 Lux Lichtstärke. Sie müsste komplett neu dimensioniert und installiert werden, weil die großen Fußballverbände mindestens 2500 Lux für Flutlicht fordern.“

Interessengemeinschaft in der Pflicht

Am Ende von Debatte und diversen Auszeiten stand der Kompromiss, dem wurde sogar einstimmig bei wenigen Enthaltungen gefolgt: Die Masten bleiben nun mindestens zwölf Monate stehen. Bis zum 1. Dezember soll die IG „Freunde des Stahlstadions“ ein Gesamtfinanzierungskonzept fürs Sanieren und Erhalten der Flutlichtanlage vorlegen. Verwaltung/GLM und Fachausschüsse beraten über das Konzept. Ist dieses am Ende angenommen, gibt es keinen Abriss, so lange wie das Sanierungskonzept auch finanziell untersetzt ist.

Jetzt ist die Interessengemeinschaft in der Bringepflicht – für Geld und Finanzpläne. Immerhin: Die die Nachrichten sind deutlich besser als noch Anfang Februar.

Von André Wirsing

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