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Götz Alsmann spielt im Brandenburger Theater

Klassiker vom Broadway Götz Alsmann spielt im Brandenburger Theater

Der Musiker und Entertainer Götz Alsmann hat sein Publikum mit zwei Konzerten im ausverkauften Theater in Brandenburg an der Havel begeistert. Gemeinsam mit seiner Band spielte er Klassiker aus beliebten Broadway-Musicals. Aber Alsmann wäre nicht Alsmann, würde er nur musizieren, und so hatte er noch einige Überraschungen parat.

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Götz Alsmann überzeugte die Brandenburger.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Des Schirms und der nassen Jacken und Mäntel entledigt, sitzen die Götz Alsmann- Fans erwartungsvoll im ausverkauften Großen Haus des Theaters und werden auch schon hineingesogen in die Atmosphäre der US-Metropole. „Next Stop Broadway“ tönt eine Stimme durch den Saal und man wähnt sich in der New Yorker U-Bahn.

„Tag für Tag sehne ich mich so sehr nach Dir“ singt ein eleganter, charmanter Götz Alsmann während seine Finger über die Klaviertasten wandern und das gewohnt zur Tolle gestylte Haar im Takt dazu wippt. „Das Leben wird für uns voll Sonne sein“ haucht er ins Mikro und die breitet sich mit der beschwingten lässigen Musizierlaune der Götz Alsmann Band in Windeseile in den Herzen des Publikums aus.

Wie bei seiner beliebten WDR-Fernsehshow „Zimmer frei“ mit der Moderatorin Christine Westermann, wird er in Brandenburg mit stürmischen Beifall schon beim Betreten der Bühne begrüßt. Er spielt und singt „Ich hab Dich ja dann Tag für Tag“, den ins Deutsche adaptierten Jazzklassiker „Day by Day“ und sein Blick geht dabei prüfend durch´s Publikum. Was er nicht sehen kann: Kaum ein Fuß hält still, alles wippt und hüpft im Takt.

Aber Alsmann wäre nicht Alsmann würde er nur musizieren. Dieser Mann ist ein Original, ein Gesamtkunstwerk. Und so vereinnahmt er das Publikum, das die Chance ihn live zu erleben, nutzte und auch aus Rathenow, Potsdam oder Berlin anreiste, mit seinem unvergleichlichen Witz, seinem humorvollen Charme und eleganten Charisma. Alles wird mit ihm zu kurzweiligen pointierten Geschichten. Wenn er von der Planung der New York-Reise berichtet, von der Ankunft im Hotel in Long Island City, von den Begegnungen im Sear Sound Studio, dem ältesten Aufnahmestudio New Yorks, in dem die 18 Evergreens, die aus der Zeit zwischen 1930 und 1960

Götz Alsmann und seine Band im Brandenburger Theater

Götz Alsmann und seine Band im Brandenburger Theater.

Quelle: V. Maloszyk

stammen, für sein neues Album aufgenommen wurden.

Er ist der geborene Unterhalter und ein begnadeter Musiker und hat sich mit Ingo Senst am Kontrabass, der für den eigentlichen Bassgitarristen Michael Müller eingesprungen ist, mit Markus Passlick an den Perkussionsinstrumenten, mit Schlagzeuger Rudi Marhold und dem göttlichen Altfried Maria Sicking an Vibraphon, Xylophon und Trompete eine perfekt harmonierende Combo an die Seite geholt.

Sein unendlicher Redeschwall ergießt sich an diesem viel zu schnell verrinnenden Abend, wie aus seinem Munde gewohnt, in atemberaubender Geschwindigkeit. Wenn er von den Hüften schwingenden Frauen erzählt und den viel zu kleinen Männern mit riesigen weißen Hüten, die im allmorgendlichen Fernsehprogramm zu heißen Paso Doble Rhythmen im New Yorker Restaurant durchs Bild tanzen oder wenn er von der Modenschau des Otto-Versandhandels berichtet, die er mit seiner Mutter besuchte, immer wieder, um den großen Big Bobby Bingo am Klavier zu erleben. „Er hat mir Lieder von Cole Porter geschenkt“, erzählt er mit leuchtenden Augen und dass Big Bobby Bingo auf die Frage des damals noch kleinen Götz, ob er wirklich aus New York komme, in breitem Kölsch antwortete: „Na sischer datt.“

In einem fort schwärmt Alsmann von den Perlen der Broadway Geschichte und in einem fort möchte man von ihm schwärmen, dem Mann der mit seiner Band in eleganten bonbonfarbenen maßgefertigten Sakkos mit Samtkragen eine Perle nach der anderen aus dem neuen Album „Götz Alsmann am Broadway“ hervorzaubert. Aus Blue Moon macht er eine „Mondnacht am Meer“, aus Gershwins „They Can`t Take That Away From Me“ wird ein „Es ist die Liebe, die so glücklich macht“.

Selbst für einen Kniefall vor dem Publikum, aus Dankbarkeit in Brandenburg spielen zu dürfen, ist sich das Plaudergenie nicht zu schade. Verbeugen möchte man sich vor allem vor ihm, der auch noch einem, dem Rotkäppchen entlehnten, Text wie “Uh Uhu der Wolf tanzt Cha Cha Cha“ eine verträumt melancholische Eleganz verpasst. „Ohne uns wäre der Abend undenkbar gewesen“ witzelt er frech und ohne die Mandoline, die er sich knapp unters Kinn klemmt und Michael Jarys „Leise rauscht es am Missouri“ spielt, singt, pfeift und schnalzt ebenfalls. Stehend dankt ein begeistertes Publikum der sichtlich gerührten Band, die sich ihrerseits reizend mit Fliegeküssen verabschiedet.

Von Ina Schidlowski

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