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Goldschmiede-Überfall: Bedroht und gefesselt

Mitarbeiterin mit Pistole bedroht Goldschmiede-Überfall: Bedroht und gefesselt

Es klingt wie eine Szene aus einem Gangster-Film: Zwei Männer gehen am Samstagmorgen in einen Schmuckladen mitten in der Altstadt in Brandenburg an der Havel. Sie ziehen eine Waffe, es muss schnell gehen. Die Mitarbeiterin wird gefesselt und in die Toilette gesperrt, dann ist der Tresor dran. Sie flüchten, doch hinterlassen der Polizei wertvolle Spuren.

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Raubüberfall in der Goldschmiede: Mitarbeiterin wurde von zwei Männern mit einer Waffe bedroht.
 

Quelle: P. Rißling

Brandenburg an der Havel.  Eine Goldschmiede in der Altstadt von Brandenburg an der Havel ist am Samstagmorgen von bisher unbekannten Tätern überfallen worden.

Um 9.15 Uhr betraten laut Polizeiangaben zwei Männer das Ladengeschäft in der Bäckerstraße. Dann zogen sie plötzlich eine Schreckschusspistole, fesselten die Mitarbeiterin und sperrten sie in der Toilette ein. Anschließend räumten sie ungehindert den offen stehenden Tresor aus. Die Täter konnten unerkannt fliehen.

Mit Panzertape fixiert

Nach ersten Erkenntnissen betraten die beiden Räuber die Goldschmiede in der Bäckerstraße und taten so, als wollten sie sich umschauen. Plötzlich zog einer der beiden Räuber eine Schreckschusspistole und bedrohte die Mitarbeiterin massiv. Die beiden Männer fixierten dann die Arme der Frau mit Panzertape und sperrten sie in die Toilette des Geschäfts. Nachdem die Mitarbeiterin handlungsunfähig war, räumten die Täter den offen stehenden Safe des Geschäfts aus.

Das Geschäft hatte erst wenige Minuten geöffnet

Das Geschäft hatte erst wenige Minuten geöffnet: Gegen 9.15 Uhr betraten die Räuber den Laden in Brandenburg/Havel.

Quelle: P. Rißling

Als die Männer ihre Taschen voll hatten, türmten sie unerkannt. In der Eile vergaßen sie die Schreckschusspistole auf dem Empfangstresen des Geschäfts. Nach MAZ-Informationen fanden sich dort nach der Tat zudem einige Sonnenblumen. Entweder waren die beiden Männer mit nicht näher definiertem ausländischen Akzent vorher also in einem Blumengeschäft oder haben die Pflanzen selbst auf einem Feld gepflückt.

Dem Überfallopfer gelang es indes, sich nach der Tat teilweise selbst zu befreien und die Polizei zu verständigen.

Wertvolle Spuren hinterlassen

Möglich ist, dass die Täter die Zeit für den Überfall bewusst wählten. So war die Mitarbeiterin kurz nach Ladenöffnung gerade dabei, wie üblich alle Ausstellungsstücke auszulegen. Der Schaden lässt sich demnach noch nicht genau beziffern, er dürfte nach Polizeiangaben aber mehrere tausend Euro betragen.

„Der Laden wird nun einer intensiven kriminaltechnischen Untersuchung unterzogen“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die zurück gelassenen Gegenstände könnten demnach als Spurenträger eine Menge wert sein.

Die Besitzerin der Goldschmiede, Antje Timm, stand am Sonntag noch unter dem Schock der Ereignisse vom Vortag. Sie wollte zu dem Vorfall gar nichts sagen.

Sebastian Möckel, direkter Nachbar der Goldschmiede, kam etwa 15 Minuten vor dem Überfall vom Einkaufen nach Hause. Er habe nichts Ungewöhnliches oder Fremdes erkannt. „Allerdings wäre man wahrscheinlich auch nicht argwöhnisch geworden, denn durch die Buga sind jede Menge Gäste in der Stadt unterwegs“, sagte er. Er hofft nun, dass seine Nachbarin den Schrecken des Überfalls schnell verdaut.

Von Philip Rißling

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