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Golzower hoffen auf den Ausgleichsfonds

Sanierung der Turnhalle Golzower hoffen auf den Ausgleichsfonds

Die Gemeinde Golzow (Potsdam-Mittelmark) muss seit 2004 mit einem Haushaltssicherungskonzept leben. Die Volksvertreterbemühen sich redlich, die Gelder so wirtschaftlich wie möglich einzusetzen, aber die Finanzdecke ist sehr kurz. Die meisten Mittel werden weiterhin für die Turnhalle im Ort benötigt. Gehofft wird im Ort auf eine dringend nötige Förderung.

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Blick ins Dorf: Die Brandenburger Straße in Golzow.

Quelle: NA

Golzow. Die Gemeinde Golzow muss seit 2004 mit Haushaltssicherungskonzept leben. Die Volksvertreter um Bürgermeister Ralf Werner bemühen sich redlich, die Gelder so wirtschaftlich wie möglich einzusetzen, um den laufenden Betrieb sicher zu stellen und das Dorf trotzdem Stück für Stück voranzubringen, aber die Finanzdecke ist sehr kurz. Daher müssen Fördertöpfe erschlossen und Prioritäten gesetzt werden, die wie im Vorjahr beim Schulstandort liegen.

Nachdem 2015 das Dach der Sporthalle aus Eigenmitteln gemacht wurde, sind für die dringend notwendige Weiterführung der Hallensanierung mit Schwerpunkt Sanitärbereich im laufenden Haushaltsplan 393 500 Euro veranschlagt. Während davon 153 300 Euro aus dem Kommunalinvestitonsförderungsgesetz des Bundes für finanzschwache Kommunen fließen, ist die Differenz noch offen, wobei Golzow immer noch auf den Ausgleichsfond des Landes Brandenburg hofft. Kommt diese Hilfe nicht, müssten andere kleinere Investitionen gestrichen werden, die aber ebenso nötig wären. Diese sind mit einem Sperrvermerk vermerk versehen.

Zum Beispiel betrifft das die für 60 000 Euro angestrebte Erschließung kommunaler Flächen im Mühlendamm. Genauso teuer wäre die Oberflächenbehandlung der Straße nach Lucksfleiß, die in drei Jahresscheiben realisiert werden soll. Für Umbau und Ausstattung von Fachräumen der Schule sind 50 000 Euro gesperrt. Auf ein vom Amt Brück für 5000 Euro empfohlenes Straßenbeleuchtungskonzept zur weiteren LED-Umstellung verzichtet die Gemeinde, um eine Reserve zu haben. Auch die 62 000 Euro hat sie nicht, um bei der Trinkwasserserschließung Grüneiches für den TAZV in Bresche zu springen.

Die 2013 beschlossene Umnutzung des alten Hortes zum Mehrzweckgebäude, wofür 161 000 Euro veranschlagt sind, kann sich die Kommune nur leisten, wenn Fördermittel fließen. Gleiches trifft für die Sanierung des halb so teuren Ärztehauses zu. Unausweichlich ist die brandschutztechnische Ertüchtigung der „Alten Brennerei“ mit Hilfe bereits geflossener 57  000 Euro aus dem Kreisentwicklungsbudget.

„Unser Haushalt ist so gestrickt, dass er auf dem Ausgleichsfonds beruht. Kommt diese in Aussicht gestellte Hilfe für unseren Schulkomplex nicht, bricht das Kartenhaus zusammen“, so Werner. Wie er durchblicken ließ, will man Bildungsminister Günter Baaske den Ernst der Lage verdeutlichen. Rund 1,4 Millionen Euro erhofft sich die klamme Kommune vom Land. „Bisher wurden wir aber nur vertröstet“, so Kämmerin Melitta Boese. Seit 2014 sei der Antrag mehrfach überarbeitet worden.

Von Claudia Nack

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