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Brandenburg/Havel Grauer Post-Trabi fährt und fährt
Lokales Brandenburg/Havel Grauer Post-Trabi fährt und fährt
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13:08 29.10.2017
Marcus Krohn steuert den aufgearbeiteten SWB-Trabi durch die Halle des Brandenburger Industriemuseums. Quelle: Silvia Zimmermann
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Brandenburg/H

Beim Aktionstag „Feuer und Flamme für unsere Museen“ beteiligte sich am Sonnabend auch das Industriemuseum in Brandenburg. „Wir wollten mit unseren alten Post-Trabant eigentlich für Spektakel sorgen. Die Hallentore sollten sich öffnen. Dann sollte dass Auto hineingefahren werden. Doch wegen des starken Winden wurde darauf verzichtet“, sagte Museumsleiter Marcus Krohn bei der Eröffnung.

Der graue Trabant mit dem SWB-Logo beförderte bis 1993 die Post von der Zentrale in alle Abteilungen“, hörten die Anwesenden. Das aus dem Baujahr 1988 stammende Fahrzeug stand in den letzten Jahren nicht still. Mit ihm wurden viele Museumstücke hin und her gefahren. Das Museum bekam dann das Fahrzeug übergeben. „Im März 2018 wird das Gefährt 30 Jahre alt und es zählt dann als Oldtimer“, so Krohn. Der Museumsleiter demonstrierte den Anwesenden. dass der Trabi noch fahrbereit ist. Er setzte sich hinein und drehte den Zündschlüssel um. Das einstige Betrirebsauto sprang sofort an.

Blick in die Küche der Museumswohnung. Quelle: Silvia Zimmermann

Zwei Runden drehte Krohn mit dem 2-Takt - Gefährt durch die Halle. Die war schnell ausgefüllt von den vertrauten Klängen des Zweitaktmotors und hinterließ den typischen Abgasgeruch Marke Trabant. Die anwesenden Gäste fühlten sich ein bisschen in die DDR-Zeit zurückversetzt. Nicht nur dieses Fahrzeug sollte die Museumsbesucher an vergangene Zeiten erinnern. Dazu gehörte die neu eingerichtete Wohnung, wie sie typisch für Walzwerkersiedlung war „Wir haben viele Möbelstücke aus verschiedenen Jahrzehnten zusammentragen können. Die Küche stammte aus der Zeit unserer Großeltern“, sagte Krohn. In der Wohnstube konnten sich die Besucher in die 1980-er Jahre zurückversetzen. Hier gesellten sich ein RFT-Fernseher Novamat, eine Schrankwand mit Dingen des täglichen Bedarfs und eine Couch als altbekanntes Wohnensemble zueinander. „Wir sind noch nicht fertig mit dem Einrichten. Alles soll noch beschriftet werden. So zum Beispiel soll der Kaufpreis dieser Schrankwand ins Verhältnis zum Einkommen der Bevölkerung aufgezeigt werden“, kündigte Krohn an.

Ein weiterer Höhepunkt bei diesem Aktionstag war die Vorführung eines Schaugießens. Dazu wurde die alte Werkzeugschmiede des Stahlwerkes wieder in Gang gesetzt. Früher wurden hier die kaputten Werkzeuge repariert. Bei diesem Schaugießen wurden im Vorfeld Kinder einbezogen. Noah Biele und Janik Kliesche waren mit dabei, als Zinn flüssig gemacht wurde, um daraus Figuren zu gießen. Die beiden 12jährigen hatten Spaß bei diesem Gießprojekt. Mit der einsetzenden Dunkelheit erlebten die Besucher das alte Stahlwerk in einer schönen Lichtinszenierung.

Beim Zinngießen im Brandenburger Industriemuseum. Quelle: Silvia Zimmermann

Brandenburg an der Havel kann auf eine lange Tradition als Stahlstandort zurückblicken, die mit dem ersten Abstich im Mai 1914 begann. Bis Dezember 1993 wurde hier in zwölf Siemens-Martin-Öfen Stahl geschmolzen. Mit einer durchschnittlichen Jahresleistung von rund 2,3 Millionen Tonnen war das Stahl- und Walzwerk Brandenburg seit den 1970er Jahren der größte Rohstahlproduzent der DDR mit über 10 000 Beschäftigten. Im Durchschnitt kommen jährlich bis zu 15 000 Besucher ins Industriemuseum und schauen sich das einzigartige Ausstellung an.

Von Frank Bürstenbinder

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