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Brandenburg/Havel Graues Pflaster statt DDR-Betonplatten
Lokales Brandenburg/Havel Graues Pflaster statt DDR-Betonplatten
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00:34 25.09.2015
Beim Bordesetzen am Zitzer Ortsausgang. Quelle: Claudia Nack
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Zitz

„Gut die Hälfte ist geschafft “, sagt Bauüberwacher Enrico Müller vom Ingenieurbüro Steinbrecher und Partner. Seit Ende Juni wird im 300-Seelen-Dorf Zitz der Gehweg entlang der Ortsdurchfahrt erneuert.

In Richtung Karow befinden sich die Männer vom Brunnen- und Rohrleitungsbau Werner aus Magdeburgerforth auf den letzten Metern. Dann ist die andere Seite dran. Bis Jahresende soll alles fertig sein – etwas später als geplant. Die alten grauen und teils kaputten DDR-Betonplatten aus den 70er Jahren werden durch graues Betonsteinpflaster ersetzt. Der Gehweg wird normgerecht auf 1,50 Meter verbreitert und dort, wo es die öffentlichen Flächen hergeben, wieder ein Grünstreifen angelegt.

Wendeschleife wurde angepasst

„Anlieger hatten sich für diesen Sicherheitsstreifen zwischen Fahrbahn und Bürgersteig stark gemacht“, erklärt Ortsvorsteher Silvio Mehlhaase, der sich darüber freut, dass es vorangeht. „Zuerst wurde am Ortseingang der Bereich an der Bushaltestelle hergerichtet, der ein Jahr lang mit Barken gesichert werden musste, weil er so marode war“. Die Wendeschleife ist der Fahrkurve für Busse angepasst und asphaltiert worden. Der Gehweg wurde gepflastert, das alte massive Wartehäuschen abgerissen und ein neuer Unterstand aus Holz und Sicherheitsglas errichtet.

Da die L 961 eine Hauptverkehrsstraße ist, teilen sich Kommune und Anlieger laut Satzung die Kosten je zur Hälfte. Der Gesamtauftrag liegt laut Wusterwitzer Bauamt bei etwa 305.000 Euro, davon entfallen 79.000 Euro auf die Haltestelle, die nicht umgelegt wird. Zufahrten, die wegen des einheitlichen Ortsbildes ebenfalls graues Pflaster erhalten, haben die Grundstückseigentümer in voller Höhe zu tragen. „Im Zuge des Gehwegbaus hat die Edis auf dieser Trasse Kabel erneuert“, erklärt Müller. Außerdem sei Werner-Bau zusätzlich beauftragt worden, die Trinkwasserhausanschlüsse zu kontrollieren und falls nötig Absperrschieber auszuwechseln. Teils stammen diese noch von 1926 als in Zitz als eines der ersten Dörfer eine zentrale Trinkwasserleitung verlegt wurde.

Unterschriften gegen Ausbau

Zwei weitere Gehwegabschnitte in der Dorfstraße sind bereits neu gepflastert. Die Ortsdurchfahrt wurde vorgezogen, weil der Gemeinderat von Rosenau das Projekt an der denkmalgeschützten Dorfkirche aus Kostengründen auf Eis gelegt hat. „Auch als die Planung für dieses Vorhaben anlief, gab es unter Bürgern wegen der Gestaltung der Zufahrten Unstimmigkeiten“, weiß Mehlhaase, der damals noch kein Ortsvorsteher war. Gegen den Komplettausbau wurden sogar Unterschriften gesammelt. Inzwischen werde der einheitliche Ausbau akzeptiert. Außerdem gebe es individuelle Absprachen des Baubetriebes mit den Anwohnern.

„Ich kann nicht meckern und den Gehwegbau nur begrüßen, denn es wurde höchste Zeit“, sagt der Zitzer André Buchholz. Damit genug Platz für den Sicherheitsstreifen ist, setzt der junge Familienvater sogar seinen Vorgartenzaun ein Stück zurück. Norbert Greif hätte auch mit den alten Platten leben können und das Geld lieber gespart. Was ihn stört, ist das Grau und Grau und dass der Gehsteig wieder beidseitig ausgebaut wird. „Für so ein kleines Dorf ist das doch übertrieben“, findet er.

Von Claudia Nack

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