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Brandenburg/Havel Größeres Wasserschutzgebiet ruft Kritik hervor
Lokales Brandenburg/Havel Größeres Wasserschutzgebiet ruft Kritik hervor
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00:24 13.03.2018
Das westliche Damsdorf aus der Vogelperspektive. Quelle: Fröhlich
Damsdorf

Die Gemeindeverwaltung von Kloster Lehnin läuft Sturm gegen einzelne Regelungen zur Ausweitung des Wasserschutzgebietes in Damsdorf. Danach soll der Ort mit rund 1580 Einwohnern in verschiedene Schutzzonen eingeteilt werden mit teils drastischen Umweltauflagen zum Schutz des Grundwassers.

„Die Gemeinde spricht sich vehement für die Möglichkeit aus, weitere Baugebiete auszuweisen“, heißt es jetzt in einer dreiseitigen Stellungnahme, die die Gemeindevertreter von Kloster Lehnin einstimmig in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen haben.

Zum Schutz des Grundwassers könne festgelegt werden, dass keine Keller mehr errichtet werden dürfen, nur mit Gas zu heizen ist oder mit Luftwärmeheizung oder Nahwärme. Zudem rechnet die Gemeinde nun damit, dass künftige Unternehmen des Gewerbeparks Damsdorf erhöhte Anforderungen bei Baugenehmigungsverfahren erfüllen müssen. Das könne bis zur Versagung einer Nutzung führen. Für den Gewerbepark könnte sich das als Vermarktungshemmnis erweisen – bestimmte Branchen betreffend.

In der Stellungnahme kritisiert die Kommune den Landkreis: Bei der Aufstellung der Bebauungspläne zum Gewerbepark habe dieser nicht auf die drohende Ausweitung des Wasserschutzgebietes hingewiesen, obwohl das der Verordnung zugrunde liegende Gutachten aus dem Jahr 2012 stamme.

Auch bezüglich des Winterdienstes bedeutet die Ausweitung des Schutzgebietes Einschränkungen. An besonders gefährlichen Stellen müsse ein Granulat-Streusalz-Gemisch ausgebracht werden, was verboten werden soll. Besonders für die Göhlsdorfer Straße fordert Kloster Lehnin daher „dringend“ eine Ausnahmeregelung. Erschwert sieht die Gemeinde auch künftigen Straßenausbau. Die Berliner Straße müsse grundlegend saniert werden. Das wäre durch höhere Umweltauflagen nun für Gemeinde und beitragspflichtige Anwohner treurer.

Das Wasserwerk in der Berliner Straße versorgt 2000 Menschen. Die Kritik der Gemeinde geht nun an die Untere Wasserbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Hintergrund der neuen Regelung ist eine Änderung des Brandenburgischen Wassergesetztes. Das bisher geltende stammt von 1973 und ist damit 45 Jahre alt.

Von Marion von Imhoff

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