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Große Hubertusmesse in Damsdorf

Zu Ehren der Jäger Große Hubertusmesse in Damsdorf

Im Herbst ist die Zeit der Gesellschaftsjagden und der Hubertusmedden. Eine sehr festliche große Hubertusmesse war in Damsdorf.

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Jagdbläser in der Kirche bei der Hubertusmesse.

Quelle: Christine Lummert

Damsdorf. Pfarrer Reinhard Danner freute sich am Samstag gleich doppelt. Zum einen konnte er zum zehnten Mal die Kirchengemeinde in Damsdorf zu einem Hubertusgottesdienst begrüßen und zum anderen fiel der Termin zum ersten Mal auf den Reformationstag.

Seit dem Jahr 2006 immer im Herbst

Die Hegegemeinschaft Emster-Havel hat diese alte Tradition der Hubertusmesse im Jahr 2006 wiederbelebt und freute sich auch beim zehnten Jubiläum des festlichen Gottesdienstes über die Beteiligung der Brandenburger Parforcehornbläser Berlin unter der Leitung von Maren Hoff. Die Klänge dieser jagdlichen Hörner ersetzten wie in jedem Jahr das gewohnte Orgelspiel, das sonst die Gottesdienste in der Damsdorfer Kirche begleitet. Parforcehörner sind sonst eher in freier Wildbahn beim Blasen von Jagdsignalen zu hören, oder in festlicher Umgebung bei Jagdbällen. Doch wie die Gruppe um Maren Hoff zum wiederholten Male bewies, klingen ihre Töne auch im Kirchenraum wunderbar und unterstützen den Gesang der Gemeinde, die durch die herbstliche Ausschmückung rund um den Altar die Anklänge an die Natur vor Augen hatte.

Hornsignale auch in der Kirche

Der Damsdorfer Bodo Puschner, der für die Hegegemeinschaft Emster-Havel an der Organisation der Hubertusmesse beteiligt war, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die Klänge der Parforcehörner auch in der Kirche als Signal verstanden werden können. „Die Hubertuslegende erzählt von einem jungen Mann, der ganz und gar nicht waidmännisch verhält und um der Trophäen willen alle Tiere abschießt, die ihm vor den Bogen kommen“, erklärte Puschner. „Erst als ihm im Geweih eines Hirsches das Kreuz Christi erscheint, vollzieht sich in Hubertus eine Wandlung und er wird zu einem wahren Christen, der maßvoll handelt.“

Für Puschner sind die roten Listen, auf denen die stark vom Aussterben bedrohten Arten in Flora und Fauna vermerkt sind ebenfalls ein Zeichen, das die Menschen heutzutage wachrütteln sollte. „Wann haben sie zum Beispiel bei einem Spaziergang zum letzten Mal ein Rebhuhn, ein großes Rudel Damwild oder gar eine Trappe gesehen“, fragte Puschner in die Runde.

Anständiger Umgang mit der Umwelt

Obwohl Hubertus vor allem als Schutzpatron der Jäger verehrt wird, richtet sich der Aufruf zum pfleglichen Umgang mit der Natur nicht nur an die Waidleute, die nicht destruktiv, sondern konstruktiv mit ihrer Umwelt umgehen sollten. „Die Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur sollte jeden aufrütteln und jeder sollte sein Verhalten prüfen, denn schließlich sollen auch folgende Generationen noch die Schönheit unserer natürlichen Welt entdecken können“, erklärte Puschner.

Die Kirche war gut besucht

Die Kirche war gut besucht

Quelle: Christine Lummert

Von Christine Lummert

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