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Großer Andrang in der Brennabor-Halle

Neue Ausstellung Großer Andrang in der Brennabor-Halle

Sie ist noch da, die wunderbare Kunsthalle Brennabor in Brandenburg an der Havel. Und sie beherbergt Kunst. Ein bisschen ist es, wie nach Hause kommen nach längerer Abwesenheit. Immerhin war die Kunsthalle acht lange Monate geschlossen. Doch die Menschen verzehren sich nach neuem Input – das bewies die jüngste Ausstellungseröffnung.

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Halle oder alle – das ist hier die Frage.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Eigentlich war alles wie immer. Es waren über 200 Besucher, die am Wochenende zur Vernissage in die Kunsthalle Brennabor strömten. Vor dem Betreten der Halle steigt die Spannung: Was wird diesmal an Kunst geboten? Und dann der erste Blick in den großzügigen Kunsttempel mit seiner magischen Atmosphäre. Ein Gefühl der Erleichterung. Sie ist noch da, die wunderbare Halle. Und sie beherbergt Kunst. Ein bisschen ist es wie nach Hause kommen nach längerer Abwesenheit. Immerhin war die Kunsthalle acht lange Monate geschlossen.

Künstler Dietmar Block freut sich über die neue Ausstellung

Künstler Dietmar Block freut sich über die neue Ausstellung.

Quelle: Volkmar Maloszyk

„Art:Ich“ lautet der Titel der neuen Ausstellung, die am Wochenende eröffnet wurde. Zwölf Künstler stellen hier aus und ihre Namen lesen sich wie das „Who is who“ der Kunstszene der Stadt Brandenburg. Ihre Arbeiten begleiten die Brandenburger seit Jahren. Wer kennt nicht die wunderbar leuchtenden, erdfarbenen Bilder von Ana Finta. Wer hat nicht schon über die skurrilen Einfälle von Jan Beumelburg für sein „Verwandlungsamt“ gelacht. Der Name Dietmar Block scheint für seine kompakten Skulpturen Programm zu sein. Weniger bekannt sind seine grazilen Malereien. Und wer durch den Schlosspark Plaue wandelt, begegnet den Skulpturen von Dirk Harms.

Kurator Christian Kneisel spricht zum Publikum

Kurator Christian Kneisel spricht zum Publikum.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Doch es war nicht alles wie immer. Es grenzt vielmehr nahezu an ein Wunder, dass diese Ausstellung entstanden ist. Sie ist dem Optimismus und dem Engagement von kunstliebenden Brandenburger Bürgern zu verdanken, die sich im „Freundeskreis der Kunsthalle Brennabor“ zusammen geschlossen und aktiv für den Weiterbetrieb der Kunsthalle gekämpft haben. Sie ist der Unerschrockenheit und Tatkraft der Künstler zu verdanken, die sich nicht zu fein waren, beim Aufbau der Ausstellung beherzt mit anzupacken.

Dreh- und Angelpunkt war Tim Freudenberg, Kulturmanager der Stadt Brandenburg, dem die Verantwortung für den Weiterbetrieb der Kunsthalle übergeholfen worden war und der beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg beharrlich für die Kunsthalle geworben und um Fördermittel gekämpft hat – mit Erfolg. Nächste Woche kann Freudenberg nach Potsdam fahren und den Zuwendungsbescheid unterschreiben. Und er hat Christian Kneisel als Kurator ins Boot geholt, weil der die meiste Erfahrung hat.

Volker Hugo (rechts) im Gespräch mit Künstler Uwe Sernow-Rose

Volker Hugo (rechts) im Gespräch mit Künstler Uwe Sernow-Rose.

Quelle: Volkmar Maloszyk

„Wenn wir Freudenberg nicht gehabt hätten, dann hätte ich nicht weiter gemacht“, lobt Kneisel den Einsatz des Kulturmanagers. Der habe den Künstlern und ihm nicht nur den Rücken frei gehalten in Verwaltungs- und Finanzierungsfragen, der habe auch selbst mit angepackt und aktiv geholfen, wenn Not am Mann war.

„Geschafft. Wir haben es tatsächlich geschafft.“ Die Erleichterung bei den Künstlern und den aktiven Mitgliedern des Freundeskreises ist fast mit Händen zu greifen. Vierzehn Tage lang haben sie alle gemeinsam geschuftet, um die Ausstellung aufzubauen, ohne Gage, ohne technische Unterstützung. Sie haben die Stellwände aufgebaut – eine furchtbar schwere Arbeit, sagt Kneisel. Sie haben die Kunstwerke transportiert und die Klos geputzt. Sie haben die Podeste für die Skulpturen gestrichen, einmal, zweimal, dreimal. „Jeder hat das gemacht, was gerade gebraucht wurde. Alles hat sich wunderbar gefügt“, freut sich Solveigh Calderin, Vorsitzende des Freundeskreises Kunsthalle Brennabor. „Es war eine Klasse Atmosphäre, einfach nur schön.“ Und einfach nur schön ist auch die Ausstellung mit Malereien, Skulpturen, Installationen, Fotografie und Buchkunst. Hingehen und anschauen.

info: Die Ausstellung in der Geschwister-Scholl-Straße unweit des Brandenburger Hauptbahnhofes läuft bis zum 17. Juni. Geöffnet ist die Kunsthalle mittwochs bis sonntags von 13 bis 18 Uhr.

Von Ann Brünink

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