Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Aus Maßregelvollzug geflüchtet: Wo ist David S.?
Lokales Brandenburg/Havel Aus Maßregelvollzug geflüchtet: Wo ist David S.?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:02 28.07.2018
Auch mit Fährtenhunden der Berliner Polizei wurde nach dem Flüchtigen aus dem Maßregelvollzug in der Innenstadt gesucht. Quelle: Rüdiger Böhme
Anzeige
Brandenburg/H

Nach dem am vergangenen Donnerstag aus dem Maßregelvollzug entwichenen David S. (27) wird mittlerweile bundesweit gesucht, bestätigt Sprecher Oliver Bergholz von der Polizeidirektion West. „Er ist fahndungsmäßig in allen Polizeicomputern bundesweit erfasst.“ Allerdings will Bergholz „aus taktischen Gründen“ nicht sagen, mit wie vielen Einsatzkräften und mit welchen Methoden nach S. gesucht wird.

>> Hier geht’s zum Artikel über die Fahndung.

Auf MAZ-Nachfrage gab der Sprecher zu, dass es bislang keinen einzigen Hinweis und keine Zeugenaussage aus der Bevölkerung gebe, obwohl die Polizei am späten Donnerstagnachmittag die Fahndung öffentlich gemacht und eine Täterbeschreibung herausgegeben hatte. Noch am Freitag war sich Bergholz sicher, dass S. noch am selben Tag gefasst werden würde.

Keine Bestätigung gab es für das Gerücht, dass S. bei seiner Flucht Helfer gehabt haben könnte. Er war am Donnerstag gegen 11 Uhr während eines begleiteten Ausgangs in der Sankt-Annen-Straße in der Brandenburger Innenstadt entwichen. Am Nachmittag kam ein extra aus Berlin herbei geschaffter spezieller Spürhund zum Einsatz. Die Polizei hatte sich einen Rucksack des Flüchtigen beschafft und diesen als Geruchsträger benutzt. Der Einsatz begann am Katharinenkirchplatz, zielstrebig zog das Tier durch die enge Gasse, verlor an der Steinstraße aber schnell die Spur und kehrte zurück. Dann folgte eine kurze, aber ebenso ergebnislose, Runde über den Neustädtischen Markt, bevor Hundeführer und Tier aus dem öffentlichen Stadtbild verschwanden. Es spricht alles dafür, dass die Spur komplett verloren wurde.

Mittlerweile verlautete aus Polizeikreisen, dass S. in Brandenburg gar nicht mehr aktiv mit voller Besetzung gesucht wird, nur noch Zielfahnder und operative Kräfte der Kriminalpolizei suchen nach seiner Spur. Unbestätigten Informationen zufolge aber eher in Berlin, im früheren sozialen Umfeld von S., nicht mehr in der Havelstadt.

Eine Ungereimtheit klärt Marina Ringel vom Gesundheitsministerium noch fast auf: Vorige Woche hieß es, S. sei um 11.05 Uhr entwichen, die Polizei wurde um 12.25 Uhr alarmiert. „Die Klinik hat fälschlicherweise 11.05 Uhr gemeldet. Die Flucht erfolgte tatsächlich 12:05 Uhr, so wurde es auch an die Polizei gemeldet“, sagt Ringel. Bleiben trotzdem 20 Minuten Differenz, die den Vorsprung von S. vergrößerten.

Von André Wirsing

Ein betrunkener Bootsfahrer greift am Sonntag in Plaue zwei Männer an, einem wirft er ein Fahrrad an den Kopf. Dem anderen raubt er das Handy. Gestritten wurde um das Ankern am Wendseeufer.

23.07.2018

Zum 125. Geburtstag von Hans Fallada würdigte das Brandenburger Theater in Kooperation mit der Fouqué Bibliothek in seiner Sommerlesereihe den bis heute unvergessenen Schriftsteller. Seine Figuren waren ebenso tragisch wie das Leben des Autors.

23.07.2018

Kinder zwischen fünf und zehn Jahren haben am Wochenende den Brandenburger Dom besucht. Im Rahmen der „Kirchenkatze“ ging es zunächst in den Glockenturm – und später in die Textilwerkstatt von Geertje Gerhold.

22.07.2018
Anzeige