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Brandenburg/Havel Grüße aus dem Mittelalter: Gotisches Haus ist Denkmal des Monats
Lokales Brandenburg/Havel Grüße aus dem Mittelalter: Gotisches Haus ist Denkmal des Monats
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13:52 21.02.2018
Das Gotische Haus in Brandenburg an der Havel ist Denkmal des Monats Februar 2018. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Das Gotische Haus in der Brandenburger Ritterstraße 86 ist Denkmal des Monats. Das im Jahr 1452 erbaute Gebäude gehört zu den ältesten und best erhaltenen Bürgerhäusern des Landes und wurde am Freitag ausgezeichnet.

„Der Titel wird an Objekte vergeben, bei denen der Fokus auf die Nachhaltigkeit im Umgang mit historischer Gebäudesubstanz liegt“, sagt Michael Knape. Er ist Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen und Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg“. „Das Haus wurde nach langjährigem Leerstand nicht einfach weggerissen, sondern die Stadt hat Verantwortung übernommen und die Sanierung vorangetrieben.“

Die Auszeichnung wird von der Arbeitsgemeinschaft seit 2004 vergeben und ging nach der St. Gotthardkirche im Oktober 2017 zum nunmehr zweiten Mal an ein Gebäude in der Stadt.

Nach der Übergabe der Urkunde durch Knape an Brandenburgs Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) eröffnete Joachim Müller von der Fachgruppe Denkmalschutz die Ausstellung „Alchemie und Alltag“ im Gotischen Haus. Diese zeigt Gegenstände, die 2013/14 im Zuge der Sanierung und Neubebauung durchgeführten archäologischen Untersuchungen ans Tageslicht geholt wurden.

Der historische Keller war zugeschüttet

„Aus unbekannten Gründen war der Keller des Hauses zugeschüttet“, sagt Müller. „Bei dessen Freigrabung fanden die Archäologen eine unvorstellbare Menge an Hausrat“.

Eine Auswahl der besten Fundstücke werden getrennt nach Gruppen als Lichtinseln inszeniert. So sind am Anfang des Rundganges Fragmente von Kachelöfen der Barockzeit zu bestaunen und im zweiten Teil barockes Haushaltsgeschirr sowie gehobene Waren wie Tafelglas. Besonderer Höhepunkt der Ausstellung bildet eine Apothekerausstattung, die vermutlich vollständig in den Keller entsorgt wurde.

Von Tobias Wagner

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