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Brandenburg/Havel Grundmauern von Synagoge entdeckt
Lokales Brandenburg/Havel Grundmauern von Synagoge entdeckt
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10:42 29.08.2016
Archäologe Joachim Müller (r.). Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Auch wenn es sie seit fast 80 Jahren nicht mehr gibt, die ehemalige Jüdische Synagoge wird für die Curie-Schüler gegenwärtig bleiben. Zur Reichspogromnacht 9./10. November 1938 war das Gebäude hinter der Jüdischen Schule in der Kleinen Münzenstraße in Anwesenheit von Bürgermeister und Feuerwehr systematisch niedergebrannt worden, nichts blieb übrig.

Derzeit wird der Schulhof komplett neu gestaltet, das Archäologenteam um Stadthistoriker Joachim Müller hoffte, in der Erde noch Reste zu finden. „Wir hatten mit Brandschichten und Fußböden gerechnet, aber es muss zwischenzeitlich einen Abtrag von etwa 75 Zentimetern gegeben haben. Außer ein paar Grundmauern haben wir nichts gefunden.“

1882 wurde allerdings schon recht stabil gebaut, die Grundfesten sind massiv und punktförmig, dazwischen waren Ziegelbögen gespannt, welche die Mauern getragen haben. Ebenso wie der Verlauf der Grundmauern ist deutlich das Fundament des Treppenturmes zu erkennen, der unten quadratisch, oben achteckig war. Ihn nutzten die Frauen, um zu den 70 Emporenplätzen zu gelangen, die 100 Plätze unten im Synagogenraum waren den Frauen vorbehalten.

Auf dem neuen Schulhof werden die Grundmauern mit roten Pflastersteinen gekennzeichnet und sichtbar sein, ebenso ein paar Bänke im Inneren in dunkelgrauen Platten, erläutert Planer Franz Beusch. „Weil der Pausenhof ohnehin sehr klein für die Schule ist, mussten wir auf Erhebungen verzichten, konnten nur mit Materialien und Farben die Synagoge im Boden markieren.“

Bis zum 30. September soll der Schulhof komplett fertig sein, sagt Martin Pieper vom GLM. Der beauftragte Unternehmer Thomas Hurt von H & K Gartendesign will zu Schuljahresbeginn aber schon einen großen Teil freigeben.

Von André Wirsing

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