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Grundstein des Doms vor 850 Jahren gelegt

Festgottesdienst im Brandenburger Dom Grundstein des Doms vor 850 Jahren gelegt

Am 11. Oktober vor 850 Jahren wurde der Grundstein des Domes zu Brandenburg gelegt. Bis heute ist er die Mutterkirche der Mark. Am Sonntag wurde das Jubiläum der Grundsteinlegung mit einem Festgottesdienst gefeiert. Im Anschluss wurden der Brandenburger Freiheitspreis ausgelobt und ein tonnenschwerer Gedenkstein enthüllt.

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Robert Hinz und Wolfgang Huber haben den Gedenkstein am Brandenburger Dom enthüllt.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Auf den Tag genau 850 Jahre war es Sonntag her, dass der Bischof im Jahr 1165 in nur 24 Fuß Tiefe (als etwa 7,20 Meter) den Grundstein für den Brandenburger Dom legte. Man darf vermuten, der gute Mann wusste nicht, welch schiere Größe das Bauwerk im Laufe der Jahrhunderte annahmen würde. Und doch dürfe der Bau im feuchten Grund des Havelinsel schon damals als mutiges Unterfangen gewertet worden sein.

850 Jahre lang wurde seither ununterbrochen am Dom aufgebaut, verändert, saniert, gesichert und abgerissen. Davon, dass so ein Bauwerk nie fertig ist oder wird, wusste auch Sonntag Jürgen Padberg im Anschluss an den Festgottesdienst zum 850. Jubiläum der Grundsteinlegung bei einem Festvortrag zu berichten.

Bevor es allerdings dazu kam, durfte die Gemeinde einen furiosen Gottesdienst erleben, für den viel protestantische Prominenz von weither angereist war. Durch die Liturgie führte der Domdechant Wolfgang Huber, die Predigt hielt Christian Stäblein, der neue Probst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, der Anfang September ins Amt eingeführt wurde. Wenig überraschend drehte sich der Festgottesdienst weitgehend um das Fundament des Glaubens und der Kirche, um die feste Burg und das sich beständig ändernde Leben im und am Dom.

In einer eindrucksvollen Predigt beschrieb Christian Stäblein Gesichter und Geschichten aus 35 Generationen, die den Dom seit der Grundsteinlegung geprägt hatten: „Davon erzählen die Menschen und die Steine.“ Nur mit Gottes Hilfe und dem Willen der Menschen sei es möglich gewesen, dieses Bauwerk zu errichten und über die Jahrhunderte auszubauen und zu bewahren.

Domkurator Cord-Georg Hasselmann lobte nach dem Gottesdienst wie angekündigt den Brandenburger Freiheitspreis aus, der mit 25 000 dotiert ist und am 11. Oktober 2016 erstmals vergeben wird. Wer den Brandenburger Preis bekommt, entscheidet eine Jury, die ausnahmslos mit klugen Köpfen aus Berlin besetzt ist.

Nach der Auslobung hielten die Architekten, der Dombaumeister Jürgen Padberg und Lennart Hellberg im Dom einen Vortrag zum Thema 850 Jahre Bauen am Dom. Sie sind seit 1996 für die Domkirche und die übrigen Bauten zuständig. Bevor die Festgemeinde sich im Anschluss am Buffet in der Ritterakademie laben konnte, wurde im Gedenken an den 11. Oktober 1165 ein 2,5 Tonnen schwerer Granitstein enthüllt, der künftig ans 850-jährige Jubiläum erinnern soll. Der Stein ist ein Geschenk des früheren Domforstmeisters Robert Hinz. Der Granit ist Millionen Jahre alt und kam mit der letzten Eiszeit vor etwa 18 000 Jahren auf das Gebiet des Domstifts. Der Blick auf diese Zahlen würden verdeutlichen, dass die so endlos erscheinende Zeit von 850 Jahren Dom zu Brandenburg weltgeschichtlich „nur eine Episode ist“, sagt Hasselmann.

Von Benno Rougk

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