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Grundstein für Pflegeheim am Marienberg

Brandenburg an der Havel Grundstein für Pflegeheim am Marienberg

Das St. Marienkrankenhaus in Brandenburg an der Havel errichtet zusätzliche Bettenstationen. Genau gegenüber, auf dem Gelände der 1991 geschlossenen Adler-Brauerei, entsteht ein neues Pflegeheim. Dafür wurde am Mittwoch der Grundstein gelegt. Zwischen Oktober und Dezember 2017 soll das vierstöckige Haus mit fast 150 Zimmern fertig sein.

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Fast 150 Pflegeplätze will Casa Reha in dem vierstöckigen Haus am Fuße des Marienbergs anbieten.

Quelle: Quelle: Milkoweit Architekten Cohrs Plaasch

Brandenburg/H. Auf beiden Seiten der Bergstraße wird aktuell und in den nächsten Monaten gebaut. Das St. Marienkrankenhaus errichtet bekanntlich zusätzliche Bettenstationen. Genau gegenüber, auf dem Gelände der 1991 geschlossenen Adler-Brauerei, entsteht ein neues Pflegeheim. Dafür wurde am Mittwoch der Grundstein gelegt. Zwischen Oktober und Dezember 2017 soll das vierstöckige Haus fertig sein und bereit stehen für 146 pflegebedürftige Bewohner.

Nelly Smachtin setzt mit ihrer Firma Axma Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft das um, was ihr im Alter von nur 50 Jahren verstorbener Ehemann Walter Smachtin schon vor mehr als zehn Jahren in den Brennaborhöfen verwirklichen wollte: ein zentral gelegenes Seniorenpflegeheim.

Ehe er die aktuelle MAZ und die Architektenunterlagen im Grundstein versenkte, erinnerte Co-Geschäftsführer Gernot Schäfenacker erinnerte an die Geschichte des Projekts. Das geplante Brennabor-Seniorenheim erhielt bereits im Jahr 2009 die Baugenehmigung. Sie wurde mehrfach verlängert, ehe sie im vergangenen Jahr erlosch. Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) sprach von unerklärlichen Gründen, aus denen die Pläne gescheitert seien. Ihr sind die Planänderung und die Standortverlagerung in die Altstadt allerdings recht, entsteht in den Brennaborhöfe doch die Bleibe für 1200 oder sogar noch mehr Mitarbeiter der Riester-Rentenbehörde ZfA. Die Axma als Bauherr hat mit dem Pflegeunternehmen Casa Reha einen Nutzer als Partner, der expandiert und bereits viele Pflegeheime in Deutschland betreibt.

Zahlen, Daten, Fakten

Neun stationäre Pflegeeinrichtungen mit etwa 750 Plätzen gibt es in der Stadt Brandenburg, ihren Stadt- und Ortsteilen. Die einzelnen Pflegeeinrichtungen haben zwischen 38 (Nora) und 128 (Alexa) Plätze.

Mit 146 Plätzen wäre das künftige Casa-Reha-Heim das zehnte und größte Pflegeheim in der Stadt.

154 Altengeburtstage und runde Hochzeitstage stehen in diesem Jahr auf der Gratulationsliste der Brandenburger Oberbürgermeisterin.

23 Brandenburger Bürger wurden/werden in diesem Jahr 100 Jahre oder älter.

93 Ehepaare aus der Stadt feiern oder feierten diamantene und 37 Paare eiserne Hochzeit. Jeweils ein Brandenburger Paar ist seit 70 beziehungsweise 75 Jahren miteinander verheiratet.

„Am Fuße des Marienbergs entsteht eine Stätte, die den Bewohnern einen schönen und hochqualitativen Lebensabend bieten wird“, verspricht Axma-Geschäftsführer Schäfenacker. Dafür steht eine Fläche von etwa 3800 Quadratmetern an der Bergstraße 9 bereit.

Das Berliner Büro „Milkoweit Architekten Cohrs Plaasch“ hat ein vierstöckiges Gebäude entworfen, das in Hanglage entsteht und nach etwa einem Jahr Bauzeit bezugsfertig sein soll. Die knapp 150 Zimmer verteilen sich inklusive des Erdgeschosses auf fünf Etagen. Einzelzimmer überwiegen ganz deutlich, aber es soll auf jeder Etage auch zwei Doppelzimmer für Partner geben. Pro Bewohner wird mit fast 50 Quadratmetern kalkuliert.

16 Appartements sind der Planung zufolge rollstuhlgerecht. Zum Pflegeheim gehören zudem ein Atrium , das sich über zwei Etagen erstreckt, und eine Cafeteria mit Blick in den Garten. Silvio Plaasch hat bereits etliche Altersheime für Casa Reha geplant, vornehmlich in Berlin, wo das Unternehmen mit mehreren Pflegeeinrichtungen vertreten ist.

Das Investitionsvolumen liegt nach Schäfenackers Angaben bei rund 14 Millionen Euro. Er sprach von 80 neuen Arbeitsplätze, über die sich die Stadt freuen könne. Angesichts des schwierigen Arbeitsmarktes für Pflegeunternehmen bot die Oberbürgermeisterin der Casa Reha die Unterstützung der Stadtverwaltung an.

Von Jürgen Lauterbach

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