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Brandenburg/Havel Gut behütet beim Kreiskirchentag
Lokales Brandenburg/Havel Gut behütet beim Kreiskirchentag
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18:41 28.05.2018
Gottesdienst auf großer Bühne beim Kreiskirchentag in Klaistow. Quelle: Christine Lummert
Mittelmark

„Einer für alle“ war das Motto des 3. Kreiskirchentages im Evangelischen Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg (EKMB). Zur Bedeutung des griffigen Slogans, unter dem schon die drei Musketiere unterwegs waren, gab es verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Im ganzen Programm des Kirchentages, ob auf der Bühne oder an den Infoständen konnte jeder Besucher eine ganz eigene Auslegung für das Motto finden.

Das Schulorchester des Brandenburger Domgymnasiums unter der Leitung von Sven Klatte. Quelle: Christine Lummert

Eines war aber schon im voraus klar. Alle zusammen mussten sich erst einmal auf Reisen begeben. Da am sonst genutzten Treffpunkt auf dem Lehniner Klostergelände das Elisabethhaus saniert wird, musste ein Ausweichquartier her. Fündig wurde das Organisationsteam auf dem Spargel- und Erlebnishof in Klaistow.

Für Thomas Wisch, Superintendent des EKMB, war der Ortswechsel nicht aus der Not geboren, sondern im Gegenteil eine gute Gelegenheit, dem Kirchentag mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. „Die Akteure und Gemeindemitglieder aus allen Regionen unseres Kirchenkreises nutzen immer gerne die Gelegenheit, sich in einem größeren Rahmen zu treffen“, erklärte Wisch am Sonntag mit einem Blick in die Runde.

Rund 300 Besucher

Etwa 300 Menschen hatten sich am Vormittag schon zum Eröffnungsgottesdienst des Kreiskirchentages vor der großen Bühne eingefunden, der mit Musikbegleitung der Bläser des Kirchenkreises unter der Leitung von Mario Schütt und der Band „Kreuz und Quer“ gefeiert wurde.

Sebastian David sorgte als Wanderfool beim Kirchentag für gute Laune. Quelle: Christine Lummert

„Für Menschen, die der Kirche nicht so nahe stehen, ist die Hemmschwelle dagegen größer, einfach mal so direkt zum Kirchentag nach Lehnin zu kommen“, vermutete Wisch. Auf dem Klaistower Spargelhof gehört großer Publikumsbetrieb hingegen zum Alltag und jeder der mochte, konnte ungezwungen vorbeischauen. Auch ein Foto mit der aktuellen Beelitzer Spargelkönigin war möglich. Lara Luisa Kramer gehört nämlich zur Kirchengemeinde in Seddin und war zwar im eleganten Ornat vor Ort, zugleich aber auch als interessiertes Gemeindemitglied.

Es gibt eine Menge zu erleben

Zu sehen und zu erleben gab eine Menge. An verschiedenen Ständen stellten sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ die einzelnen Regionen des großen Kirchenkreises vor, der von Michendorf bis in die Stadt Brandenburg und von Pritzerbe bis nach Niemegk reicht. Informiert wurde zudem über die Arbeit in den Diakonischen Werken, über verschiedene Integrationsprojekte für Migranten sowie die Männerarbeit im Kirchenkreis und vieles mehr.

Die zahlreichen Kinder und Jugendlichen, die mit ihren Familien nach Klaistow gekommen waren, nutzten nicht nur die extra bereitgestellten Spiel- und Spaßangebote des Kirchenkreises, sondern erkundeten auch die Möglichkeiten des Erlebnishofes.

Musikprogramm des Domgymnasiums

Während der Nachwuchs sich tummelte, kehrten die Erwachsenen immer wieder zum Programm auf der Bühne zurück. Unter großen Sonnensegeln ließ sich das Musikprogramm des Domgymnasium, das gleich mit dem ganzen Schulorchester und dem Chor vor Ort war, noch entspannter genießen. Sonnenhut und das zum Fächer umfunktionierte Gottesdienstprogramm gehörten bei hochsommerlichen Temperaturen ohnehin zur Grundausstattung vor der Bühne.

Marie Luise von Halem hielt die Predigt beim Kreiskirchentag. Quelle: Christine Lummert

Dort war am Nachmittag in einer Podiumsdiskussion noch einmal die Landtagsabgeordnete Marie Luise von Halem (Grüne) zu hören, die schon die Predigt im Gottesdienst gehalten hatte. Zusammen mit Superintendent Wisch und Winfried Overbeck, dem Leiter des Domgymnasiums, ging es um den Wirkungskreis der Kirche in einer Region, in der die Religionszugehörigkeit abnimmt.

„Deshalb dürfen wir uns nicht in den sprichwörtlichen Elfenbeinturm zurückziehen, sondern müssen zeigen, dass wir für die Kommunen und die Politik wichtige Ansprechpartner bei verschiedenen Projekten sein können“ betonte Wisch. Auch wenn sich im Bundesland Brandenburg nur 23 Prozent der Menschen der evangelischen Kirche zugehörig fühlen, würden den Menschen doch negativ auffallen, wenn Kirche überhaupt nicht mehr vor Ort ist.

Von Christine Lummert

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