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Brandenburg/Havel Gut geölte Buga-Gäste in Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Gut geölte Buga-Gäste in Brandenburg
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16:12 25.08.2015
Florian Schulze reicht Buga-Gästen Brot mit Rapsöl. Quelle: Foto: Bür
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Brandenburg an der Havel

Eigener Anbau, selbst geerntet, gepresst und abgefüllt. „Mehr Regionalität geht nicht“, meint Florian Schulze und reicht Buga-Gästen Kaviarbrot mit einem Schuss Rapsöl. Mit seinen Kostehäppchen vertritt Schulze den Landwirtschaftsbetrieb Hoher Fläming e.G. in Rädigke, der sich eine eigene Ölmühle für das Kaltpressen von Rapsöl zugelegt hat. Das Gold vom Feld hat es inzwischen in die Märkte verschiedener Handelsketten geschafft. Buga-Besucher haben bis nächsten Montag Zeit das Rapsöl im Pavillon des Landkreises Potsdam-Mittelmark auf dem Packhofgelände zu kosten.

So lange nämlich präsentieren sich der Kreisbauernverband Potsdam-Mittelmark und der Kreislandfrauenverband auf der Bundesgartenschau mit einer eigenen Ausstellung. Am Mittwoch kann man auf dem Packhof zum Beispiel den Radeweger Landfrauen Eva Mitzkat und Uschi Beite dabei zuschauen, wie sie eine Erntekrone binden. „Den Besuchern werden die verschiedenen Getreidesorten erklärt. Es gibt leider immer mehr Menschen, die nicht zwischen Roggen, Weizen und Gerste unterscheiden können“, bedauert Radeweges Ortsgruppenvorsitzende Helga Ullrich.

Im Mittelpunkt der bäuerlichen Ausstellung im Potsdam-Mittelmark-Pavillon steht das wertvollste Gut der Landwirte – der Boden. An verschiedenen Anschauungsmodellen wird erklärt, was der Bauer für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit tut und worauf er bei der Feldarbeit achten muss. Ist die Beteiligung an der Buga für den Kreisbauernverband eine eher entspannte Angelegenheit, ist die Stimmung in den Ställen derzeit miserabel. Auch darüber kann in den nächsten Tagen mit den Verbandsvertretern diskutiert werden.

Die Schweinepreise sind schon seit Monaten nicht mehr kostendeckend. Bei der Milch ist die Lage katastrophal. Zur Zeit werden die niedrigsten Preise seit sechs Jahren gezahlt. Wolfgang Scherfke, Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes, befürchtete am Dienstag auf der Buga, dass weitere Erzeuger in Brandenburg die Milchproduktion aufgeben werden. „Investitionen in neue Anlagen rechnen sich wegen der existenzbedrohenden Preise selbst bei Niedrigzinsen nicht mehr.“

Von Frank Bürstenbinder

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