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Guter Geist im Rogäsener Schlosspark

Rühriger Rentner aus Glienecke Guter Geist im Rogäsener Schlosspark

Rentner Karl-Heinz Grewatsch aus Glienecke ist der gute Geist von Schloss Rogäsen. Der 64-Jährige kümmert sich um den weitläufigen Park. Jetzt hat er beim Laubharken alle Hände voll zu tun. Denn Ahorn, Buchen, Linden und Eichen werfen reichlich ab.

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Im Rogäsener Schlosspark hat Karl-Heinz-Grewatsch alle Hände voll zu tun.

Quelle: Claudia Nack

Rogäsen. „Ich kann nicht in der Stube hocken, sondern muss in der Natur sein und brauche die Bewegung. Das bin ich vom Bau so gewohnt“, sagt Karl-Heinz Grewatsch . Der 64-Jährige ist der gute Geist von Schloss Rogäsen und kümmert sich um den weitläufigen Park. „Ich bin hochzufrieden. Er macht alles was anfällt und ist handwerklich sehr geschickt“, sagt Karl Geyer, Besitzer des denkmalgeschützten Herrenhauses.

Mit dem Laubbesen im Gange

Beim Laubharken hat Grewatsch im Blaumann jetzt alle Hände voll zu tun. Denn Ahorn, Buchen, Linden und Eichen werfen reichlich ab. Die Bäume rund ums Schloss hat er nicht gezählt. Auch nicht die Fuhren, die er mit einem speziellen Handwagen zu den beiden Kompostierstellen auf dem riesengroßen Grundstück fährt. Seit voriger Woche ist er mit dem Laubbesen im Gange. Damit die herbstlich gefärbten Blätter nicht überhand nehmen, muss er öfter ran.

„Den November durch habe ich bestimmt noch zu tun“, überlegt Karl-Heinz Grewatsch, der sich seit vergangenen Sommer auf 450-Euro-Basis seine schmale Rente aufbessert. „Zweimal die Woche für jeweils sechs Stunden bin ich hier“, erzählt der Glienecker. „Montags und donnerstags. Das hat sich so eingespielt.“ Dies sei aber kein Dogma, sondern richte sich danach, wie er Zeit habe.

Ein ganzes Berufsleben auf dem Bau

Wenn Grewatsch kein Laub harkt, mäht er die meiste Zeit des Jahres mit dem Benziner den Schlosspark-Rasen. „Da muss ich dran bleiben und ihn kurz halten, damit ich mulchen kann“, erzählt der 64-Jährige. Er betätigt sich auch als Handwerker, wenn Kleinigkeiten an Putz oder Fugen zu machen sind. Grewatsch ist gelernter Maurer und arbeitete sein ganzes Berufsleben auf dem Bau. Zwischendurch bei der LPG, doch selbst da leitete er die Baubrigade. Auch im eigenen Garten mit Haustieren und auf den Grundstücken seiner beiden Söhne hat er gut zu tun.

Auch im Heimatdorf zur Stelle

Der Glienecker ist ebenso zur Stelle, wenn er in seinem Heimatort gebraucht wird. So sei das nun mal auf dem Dorf. Als das Sportlerheim des MSV, wo sein Sohn Mario Vereinsvorsitzender ist, einen neuen Anbau bekam, gehörte er zu der Freiwilligentruppe, die bei Innenarbeiten mithalfen. Oder er rückte unlängst im Jugendklub, der nach einer Havarie renoviert wird, mit seinem Winkelscheider an, um Beton aufzuschneiden und die jungen Leute zu unterstützen. „Die Jugend hat für ein neues Heizungsrohr einen Graben geschachtet“, erklärt er.

„Zu Ost-Zeiten haben wir nach Feierabend mit Rentnern viel selbst gemacht“, blickt er zurück. „Gehwege zum Beispiel, ans Feuerwehrhaus wurde ein Stück angebaut und der Jugendklub an der alten Schule umgebaut.“

Karl-Heinz Grewatsch, der vor einiger Zeit eine Krankheit überstanden hat, will sich nützlich machen, solange es die Gesundheit erlaubt. „Denn ich kann nicht auf der faulen Haut liegen.“

Von Claudia Nack

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