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Raser müssen 1,6 Millionen Euro zahlen

Potsdam-Mittelmark Raser müssen 1,6 Millionen Euro zahlen

Rasen lohnt sich – zumindest für die Polizei und den Landkreis Potsdam-Mittelmark. An den stationären Blitzern fuhren im vergangenen Jahr mehr als 54.000 Raser vorbei – das macht ein Bußgeld von fast 1,6 Millionen Euro. Ein gutes Geschäft, denn die Einnahmen sind mehr als doppelt so hoch wie die Ausgaben.

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Stationärer Blitzer des Landkreises. FOTO: Thomas Wachs        

Quelle: Thomas Wachs

Mittelmark. Freie Straßen im Amt Ziesar, leere Fahrbahnen rund um Wiesenburg. Wo die Verkehrdichte gering ist, wird gern mal schneller gefahren, als es der Gesetzgeber erlaubt. Gelegenheiten dazu gibt es reichlich. Tempo 70 auf Landstraßen ist zur Einnahmequelle für die Verkehrsüberwacher des Landkreises geworden. „Wie schon 2016 wurde 2017 verstärkt die Umsetzung des Landesstraßenerlasses mit der Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h auf Landstraßen mit dichtem Baumbestand kontrolliert“, heißt es in der jüngsten Raser-Statistik.

Gern schnell gefahren wurde wieder einmal in der berlinfernen Gemeinde Wiesenburg. Insbesondere die Bundesstraße 107 gleicht einer Rennstrecke. In der Statistik folgt das benachbarte Amt Ziesar, das 2016 die rote Laterne hatte. Ob Kraftfahrer im Speckgürtel disziplinierter sind, ist fraglich. Sie können wegen der vielen Staus nur nicht soviel Gas geben. In der Gemeinde Seddiner See, einem südlichen Einfallstor nach Potsdam, fuhren nur drei Prozent aller gemessenen Fahrzeuge zu schnell. Dagegen wurden auf den verlassenen Straßen des Hohen Flämings mit 17,2 Prozent Zu-schnell-Fahrer der höchste Wert gemessen. „Bedenklich ist, dass der Anteil der Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen am Fahrzeugaufkommen im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen ist“, sorgt sich Heike Vierke-Eichler von der kreislichen Verkehrsbehörde.

Der Landkreis ist im Besitz von zwei mobilen Verkehrsradargeräten. Diese werden nach einem Messstellenkatalog aufgebaut. 1270 Kontrollen wurden von Pritzerbe bis Treuenbrietzen durchgeführt. Knapp 380.000 Fahrzeuge wurden kontrolliert. Davon waren knapp 30.000 zu schnell unterwegs, was einer durchschnittlichen Feststellungsquote von 7,8 Prozent entspricht. Neben den mobilen Kontrollen gibt es in Potsdam-Mittelmark sieben Kameras, die auf elf Standorte aufgeteilt werden. Rund um Brandenburg sind die stationären Blitzer in Neubensdorf, in Groß Kreutz (Ausbau) und in Rogäsen installiert. 395.000 Fahrzeuge wurden insgesamt gemessen. Über 54.000 waren zu schnell. An Bußgeld nahm der Kreis 1,58 Millionen Euro ein. Ein gutes Geschäft: Die Ausgaben belaufen sich auf rund 700.000 Euro. Der Landkreis verweist auf die Notwendigkeit von Kontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zum Schutz der Bürger.

Von Frank Bürstenbinder

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