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Härtere Gangart gegen Schmuddelecken

Sanierungszwang in Päwesin Härtere Gangart gegen Schmuddelecken

Leere Fensterhöhlen, bröckelnde Mauern, gefährliche Dächer mitten in der Ortslage. Mit den Schmuddelecken soll bald Schluss sein.Wie angekündigt, legt die Gemeinde Päwesin eine härtere Gangart gegen Immobilienbesitzer ein.

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Ein seit Jahren leerstehendes Haus in der Fischerstraße.

Quelle: BÜR

Päwesin. Leere Fensterhöhlen, bröckelnde Mauern, gefährliche Dächer mitten in der Ortslage. Mit den Schmuddelecken soll bald Schluss sein.Wie angekündigt, legt die Gemeinde Päwesin eine härtere Gangart gegen Immobilienbesitzer ein, die ihre Häuser und Grundstücke sich selbst überlassen. So haben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung eine „Grundsatzentscheidung zur Beseitigung von baulichen Missständen“ verabschiedet.

Nach Ansicht von Amtsdirektor Guido Müller kommt eine Beseitigung von ruinösen Zuständen auf der Grundlage des Baugesetzbuches in Betracht. In § 177 wird dort auf das Modernisierungs- und Instandsetzungsgebot verwiesen. „Insbesondere kommt der Paragraf zur Anwendung, wenn die Auswirkungen von Missständen und Mängeln über das betroffene Grundstück hinausgehen“, so der Verwaltungschef. Die Päwesiner Gemeindevertreter sehen dieses Problem in einigen Fällen im Ort auf der Tagesordnung.

Es gibt viele Sorgenkinder

Wie berichtet, gibt es bauliche Sorgenkinder unter anderem in der Schulstraße, Fischerstraße, Bahnhofstraße, Brandenburger Straße und im Nauener Weg. „Mit dieser Entscheidung machen wir den ersten Schritt, um Bewegung in die Sache zu bringen“, meint Bürgermeister Hubertus Kühne erleichtert. Jahrelange Bemühungen der Kommune über das Amt Beetzsee mehr Druck auf die Eigentümer auszuüben, waren nur von wenig Erfolg gekrönt.

Gemeindevertreter Frank Brademann beschreibt die Situation mit drastischen Worten: „Ich fühle mich richtig verarscht vom Amt. Was bisher nicht möglich war, ist plötzlich alles im Baugesetzbuch geregelt.“ Verwaltungschef Müller, der seit Juli im Amt ist, geht davon aus, dass bisher nur ordnungsrechtliche Bemühungen unternommen worden. Dagegen sei das Baugesetzbuch ein schärferes Schwert, so Müller. Kommunen wenden das Modernisierung- und Instandsetzungsgebot vor allem in Sanierungsgebieten an. Doch auch Päwesin war einmal im Programm der Dorferneuerung.

Alle Objekte kommen auf eine Liste

Wie geht es jetzt weiter? Bei einem Lokaltermin soll in Kürze die betroffenen Objekt erfasst und der Handlungsbedarf geklärt werden. Außerdem müssen die aktuellen Eigentümer ermittelt werden. Mit ihnen sollen die beabsichtigten Gebote besprochen werden. Danach werden Verwaltungsakte erlassen, die bei Nichtbeachtung Folgen für die Eigentümer haben können. „Wir werden dabei schrittweise vorgehen“, kündigte Müller an.

Von Frank Bürstenbinder

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