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Brandenburg/Havel Haftstrafe wegen einer Wehrmachtspatrone
Lokales Brandenburg/Havel Haftstrafe wegen einer Wehrmachtspatrone
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00:17 01.06.2017
Nicht diese, aber ebenfalls schussfähige Patronen entdeckte die Polizei bei einer Wohnungsdurchsuchung in Kloster Lehnin. Der Besitzer wurde wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt. Quelle: dpa
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Brandenburg/H

Es waren nur ein paar Gewehrpatronen, die auf dem Schreibtisch in der Rumpelkammer eines Mannes aus Kloster Lehnin herumlagen. Doch die reichten am Dienstag im Schöffengericht Brandenburg/Havel für eine Haftstrafe auf Bewährung. Eine der Patronen stammt aus Wehrmachtszeiten und fällt unter das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Wegen unerlaubten Waffenbesitzes musste sich ein 35 Jahre alter Mann im Brandenburger Amtsgericht verantworten. Allerdings hortete der gelernte Bäcker keine Gewehre und Pistolen in seiner Wohnung, sondern nur ein gutes Dutzend alte, aber schussfähige Gewehrpatronen.

Das ist verboten, der Besitzer verstieß damit gegen das Waffengesetz und wegen der einen Wehrmachtspatrone auch gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Wie die in seiner „Rumpelkammer“ gelandet war, konnte er sich nach eigener Aussage gar nicht mehr erklären.

Irgendein Gast müsse sie wohl mal auf den Tisch zu dem anderen Satz Patronen gelegt haben, den er einst auf einer Baustelle gefunden und mitgenommen habe.

Obwohl er bei der Bundeswehr gewesen ist, dachte sich der Angeklagte nichts weiter dabei, die Patronen in seiner Wohnung aufzubewahren, hatte sie offenbar gar nicht mehr richtig auf dem Schirm. Der Gesetzesverstoß wäre vermutlich auch nicht aufgefallen, wäre der 35-Jährige nicht vor ein paar Jahren als mutmaßlicher Drogenhändler ins Visier der Fahnder geraten.

Aus diesem Grund hatten Polizisten seine Wohnung in Kloster Lehnin am 30. Januar 2015 durchsucht. Rauschgift fanden sie nicht bei ihrem Verdächtigen, wohl aber die besagte Munition. Die brachte dem geständigen Mann Anklage ein und die Verurteilung zu sechs Monaten Haftstrafe auf Bewährung.

Von Jürgen Lauterbach

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