Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Halbe Steinstraße ab Montag dicht
Lokales Brandenburg/Havel Halbe Steinstraße ab Montag dicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:20 23.08.2014
Anzeige
Brandenburg an der Havel

Ab Montag wird es wieder chaotisch im innerstädtischen Straßenverkehr: Die Steinstraße wird für vier Monate einseitig gesperrt.
In dieser Zeit wird auf der Fahrbahnseite in Richtung Neustadt-Markt zwischen rechter Schiene und Gehweg ein 300 Meter langer Fahrradstreifen gebaut mit glatt geschnittenen und vermörtelten Pflastersteinen. Im Frühjahr 2011 war der Weg auf der stadtauswärts führenden Seite angelegt worden.

Der vorhandene Streifen wird auf 1,50 Meter erweitert. Der vorhandene Bord wird aufgenommen und in Richtung Stellplatzfläche um 50 Zentimeter versetzt, so dass zwischen äußerer Straßenbahnschiene und Bord die gewünschte Breite erreicht wird. Rund 290000 Euro gibt die Stadt dafür aus.
Innenstadthändler und Gastronomen entlang der Straße fürchten für die Bauzeit hohe Einbußen, wenn sie von den Kunden nicht mehr mit dem Auto und auch nicht mehr mit den „Öffentlichen“ erreichbar sind (siehe Infokasten). Etwa 40 Gewerbetreibende haben bereits eine Liste unterschrieben und ins Rathaus geschickt. In dem Papier fordern sie von der Verwaltung, dass auf ihre geschäftlichen Belange Rücksicht genommen wird.

Gleichzeitig wird es zur Stadtverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch einen Antrag der Fraktion AfD/FDP zur temporären Öffnung der Neustädtischen Heidestraße während der Bauzeit geben. Allerdings unter Bedingungen: Passieren dürfen nur Fahrzeuge mit einem maximal zulässigen Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen. Die Geschwindigkeit wird wie in der Steinstraße auf Tempo 20 begrenzt, zudem werden mindestens zwei Fahrbahnschwellen montiert, welche den Verkehr beruhigen sollen.

Am 25. August beginnen die Arbeiten zur Verbreiterung des Radfahrstreifens auf der Südseite der Steinstraße.
Diese sind bis voraussichtlich 20.Dezember geplant. Bis dahin wird die Steinstraße zur Einbahnstraße.
Der Verkehr vom Steintorturm in Richtung Neustädtischer Markt wird über die Bauhofstraße, Zentrumsring, Geschwister-Scholl-Straße zur Sankt-Annen-Straße umgeleitet. Aus Richtung Neustädtischer Markt kann der Verkehr weiterhin die Steinstraße passieren.

Umfangreiche Änderungen im Verkehr

Umfangreiche Änderungen gibt es im öffentlichen Personennahverkehr der Verkehrsbetriebe VBBr.
Die Linie 1 fährt von der Kanalstraße kommend über Große Gartenstraße und Blumenstraße zum Hauptbahnhof. Ab Hauptbahnhof wird über Geschwister-Scholl-Straße/Sankt-
Annen-Straße/Neustädtischer Markt/Steinstraße/Jacobstraße und Kanalstraße gefahren.
Die Linie 2 fährt ab Hauptbahnhof über Kanalstraße/Luckenberger Straße und Nicolaiplatz zur Quenzbrücke. Zurück: angestammte Strecke über Jahrtausendbrücke.
Die Linie 6 fährt in beide Richtungen auf der gewohnten Strecke. Weil die Haltestellen Jahrtausendbrücke noch nicht fertig sind, gibt es provisorische Haltestellen direkt auf der Brücke.
Die Buslinie F fährt ab Kanalstraße über Trauerberg/Hauptbahnhof/Geschwister-Scholl-Straße/Sankt-Annen-
Straße und Neustädtischer Markt.
Die Buslinien D, L, W sowie die Nachtlinien N1 und N4 werden ab Jacobstraße in Richtung Neustädtischer Markt ohne Halt über die Kur straße umgeleitet.
Die Haltestelle Steinstraße entfällt in Richtung Neustädtischer Markt. Als Ersatz für die Bushaltestelle Neustädtischer Markt wird die Straßenbahnhaltestelle Neustädtischer Markt in der Hauptstraße bedient.

Den Kompromiss hat AfD-Chef Axel Brösicke mühselig verhandelt. „Er hat sich telefonisch angemeldet, uns besucht, alle Argumente mit uns diskutiert und schließlich die Notlösung vorgeschlagen“, berichtet Friedrich Christian Perker. Seitdem er vor etwa drei Jahren durchgesetzt hatte, dass die enge Straße mit Kita, Altenheim, Kirche und Anwohnern nur noch von Anliegern befahren werden darf, gilt er als deren Sprecher. „Es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als uns darauf einzulassen.“ Das gelte allerdings unter der Bedingung, dass der relative Ruhezustand danach wieder hergestellt wird. „Bevor die Straße geöffnet wird ohne die verkehrsberuhigenden Einschränkungen, lassen wir uns lieber auf den Kompromiss ein.“

Perker hat weitere Vorschläge gemacht, allerdings bisher keine Reaktion darauf erfahren: „Sinnvoll wäre es zudem, von der Wilhelmsdorfer Straße das Rechtsabbiegen in die Bauhofstraße zu ermöglichen, damit ein Teil des Verkehrs in Richtung Zentrumsring abfließen kann.“ Bislang darf aus der Wilhelmsdorfer Straße nur geradeaus in die Jacobstraße gefahren werden.
Zunächst steht allerdings der AfD-Antrag zur Debatte. Der dürfte gute Chancen auf Zustimmung haben. Die Fraktionen von SPD und Linken wollen dazu erst zu Wochenbeginn beraten, doch haben Volksvertreter aus beiden Gruppen bereits Zustimmung signalisiert. Einig darüber sind sich schon die Grünen und die Christdemokraten. „Der Antrag zeugt von Sinn und Verstand. Die AfD scheint in diesem Falle ganz praktisch etwas für die Kommunen bewegen zu wollen. Deshalb werden wir uns nicht verweigern“, sagt CDU-Fraktionschef Jean Schaffer. Einzige Bremse könnte nun die Verkehrsbehörde sein, die ein Veto einlegen könnte. Denkbar ist beispielsweise, dass es zu gefährlich scheint, bei der Ausfahrt aus der Neustädtischen Heidestraße das Linksabbiegen nach links in die Sankt-Annen-Straße zuzulassen für Autofahrer, die in Richtung Dom unterwegs sind.

Von André Wirsing

Brandenburg/Havel Wir-Kita in Klein Kreutz wird derzeit bei laufendem Betrieb saniert - Bunte Wasserhähne statt aschgrauer Fliesen

Noch ein paar Wochen, dann erstrahlt die Kindertagesstätte des Wir e.V. in den Alten Weinbergen in Klein Kreutz wieder. 380.000 Euro investiert die Stadt in das Gebäude, sagt Bürgermeister Steffen Scheller. Unter anderem wurde ein neuer Sanitärtrakt eingebaut und sämtliche Fenster ausgetauscht.

23.08.2014
Brandenburg/Havel Kulturausschuss-Chef Udo Geiseler (SPD) im Interview mit der MAZ - „Der Zug zur Buga ist abgefahren“

Um über die Museumslandschaft in Brandenburg an der Havel, auch hinsichtlich der Bundesgartenschau 2015 zu reden, traf sich Marion von Imhoff zum Gespräch mit Kulturausschuss-Chef Udo Geiseler (SPD). Warum er für einen Umzug des Stadtmuseums ist und warum er eine große Chance als vertan hält, erfahren sie im Interview der Woche.

23.08.2014
Brandenburg/Havel Angeklagt: Brandenburger bestellt Online und bezahlt nicht - Bestellt, bis die Gerichtsvollzieherin kam

Otto Versand, Neckermann, Bader, Eddi Bauer, Walbusch: Albert I. hat sie alle durch. Über Monate hinweg bestellte der 52 Jahre alte Brandenburger bei diesen und anderen Internet-Versandhäusern fleißig Pakete, mehr als 50 Stück. 15.000 Euro hat er nicht bezahlt. Nun stand er vor Gericht.

21.08.2014
Anzeige