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Halloween ist Schluss mit Kürbis-Saison

Prützker hat Spaß an großen Beerenfrüchten Halloween ist Schluss mit Kürbis-Saison

Thomas Steinborn aus Prützke hat Spaß am Anbau von Kürbissen. Egel ob als Deko oder zum Verzehren. Denn diese großen Beerenfrüchte in vielen Sorten machen seinen Garten bunter. Halloween ist Schluss mit der Saison. Auf den Kürbis ist er durch seinen Sohn gekommen, der als Junge damit anfing,

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Der Prützker Thomas Steinborn mit den letzten Kürbissen dieser Saison.

Quelle: Claudia Nack

Prützke. Nicht nur herbstlich gefärbte Laubbäume sorgen an Straßenrändern gerade für zusätzliche Farbtupfer auf dem Lande, sondern auch Stände mit Kürbissen. Zum Beispiel in Prützke. „Bis Halloween noch, dann ist Schluss“, sagt Thomas Steinborn, der aus Richtung Brandenburg gleich am Ortseingang wohnt.

„Das ist der letzte Rest“, erzählt er und deutet auf die beiden Tische vor seinem Haus. Links kleine und große Zierkürbisse, rechts eigenwillig geformte Beerenfrüchte zum Verspeisen. „Das sind Bischofsmützen“ erklärt er. In Orange-Weiß gestreift, in Grün und Olive sind noch welche da. „Der Hokkaido als beliebtester Esskürbis ist schon weg.“ Einen einzigen hat er für seinen Sohn aufgehoben, der sich daraus eine leckere Suppe kochen will.

Zur Spitzenzeit bis 30 Sorten

Thomas Steinborn und Ehefrau Simone essen nicht gerne Kürbis. „Wenn überhaupt, dann höchstens in der Gaststätte.“ Während der Hobby-Gärtner jetzt nur noch ein halbes Dutzend Sorten feilbieten kann, war der Tisch zur Spitzenzeit im September mit bis zu 30 verschiedenen Sorten reich gedeckt. Leichtgewichte von 50 Gramm bis Zehn-Kilo-Exemplare.

„Alles im eigenen Garten angebaut“, sagt er. Natürlich Bio. Gedüngt wird mit Pferdeäpfeln, die der fünfjährige Wallach Lacorde liefert, der Tochter Maria gehört. Aussaattermin für Steinborns Lieblinge sei meist der 1. Mai. „Weil Feiertag ist und ich dann Zeit habe“, erzählt der Betonbauer. Außerdem seien nach zweiwöchiger Keimzeit die Pflanzen bis zu den Eisheiligen noch nicht zu groß, dass sie notfalls mit Hütchen abgedeckt werden können. „In diesem Jahr waren die Zierkürbisse nicht so doll“, berichtet Steinborn. „Die Pflanzen sind zwar gewachsen, hatten Triebe, aber kaum Früchte angesetzt.“ Der Prützker friemelt gern im Garten und findet es schön, wenn er bunt ist. Für den Eigenbedarf hat er noch Obst und Gemüse, was an Kirschen oder Tomaten übrig ist, kommt auf den Straßentisch.

Auf den Kürbis gekommen ist der 51-Jährige durch Sohn Marcel. „Er fing als zehnjähriger Steppke aus Spaß an der Freude damit an und besserte sein Taschengeld auf.“ Als im Teenie-Alter die Lust nachließ, hat der Vater das Hobby weitergeführt. Inzwischen ist der Sohn 27, lebt berufsbedingt in Kiel, kommt nur alle paar Monate nach Hause und freut sich im Herbst schon immer auf die Kürbisse.

Sowohl als Deko als auch zum Verzehr

Steinborn freut sich,wenn Passanten wegen seiner Kürbisse anhalten und es in der Kasse des Vertrauens klimpern lassen. Morgens bevor er zur Arbeit fährt, stellt er die Auslage um Halbsechs raus und abends vor dem Dunkelwerden wieder rein. Die Beerenfrucht sei bei den Leuten sowohl als Deko gefragt, als auch zum Verzehr. „Die essbaren Sorten lassen sich nicht nur zu Suppen verarbeiten, sondern auch zu Kompott, Konfitüre, Puffer oder Likör“, weiß Gattin Simone. Auch wenn die Steinborns von alledem selbst noch nichts ausprobiert haben, ist die jährliche Kürbisausstellung in Klaistow für sie ein Muss. Und das herbstliche Dekorieren ihrer Eingangstreppe. Seit etwa zwei Wochen kämen verstärkt Eltern mit Kindern, um sich gutgewachsene Exemplare für Halloween auszusuchen.

Thomas Steinborn will für die Gruselparty am Samstag mit Freunden eine Laterne schnitzen. Dafür nimmt er seinen Lieblingszierkürbis mit zwei Augen und einer halben Nase. „Die sind nicht ausgestochen, sondern andersfarbig abgesetzt und so gewachsen.“

Von Claudia Nack

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