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Handballer und Judokas können aufatmen

Brandenburg an der Havel Handballer und Judokas können aufatmen

Das Justizministerium hat Teilentwarnung für die rund 500 SV-63-Handballer und Budokan-Judokas gegeben. Seitens der Anstalt und des Ministeriums erfolgen demnach keine konkreten Aktivitäten, sich von dem Turnhallenkomplex in Brandenburg an der Havel zu trennen. Allerdings prüfe die JVA eine Ausweitung der Nutzung, was sich auf die Vereine auswirken könnte.

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Zu den 230 Mitgliedern des Vereins Budokan gehören auch ganz junge Judokas.

Quelle: privat

Brandenburg/H. Das Brandenburger Justizministerium hat am Freitag Teilentwarnung für die rund 500 SV-63-Handballer und Budokan-Judokas gegeben. „Seitens der Anstalt und des Ministeriums der Justiz erfolgen aktuell keine konkreten Aktivitäten, sich von dem Turnhallenkomplex Max-Josef-Metzger-Straße 41 zu trennen“, teilte Justizsprecher Uwe Krink mit. Allerdings prüfe die JVA eine Ausweitung der Nutzung, was sich auf die Vereine auswirken könnte.

Jüngst hatte die MAZ über die ungesicherte Zukunft der Sporthalle des Landes Brandenburg berichtet, in der außer Landesbeamte auch die Sportler der beiden großen Vereinen trainieren sowie Spiele und Wettkämpfe ausrichten.

In der Vergangenheit sei insbesondere seit Inbetriebnahme der Sporthalle innerhalb der JVA immer wieder geprüft worden, ob und inwieweit der Weiterbetrieb angezeigt ist, bestätigt das Ministerium und fügt hinzu: „Aktuell wird jedoch weniger eine Aufgabe der Liegenschaft als eine Ausweitung der Nutzung durch die JVA geprüft.“

Das Ministeriums des Linken-Politikers Stefan Ludwig sagte am Freitag zu, dass alle Interessen berücksichtigt werden würden, falls die anderen Nutzer von Veränderungen berührt würden.

Seit Mai 2017 prüft die Justiz den Angaben zufolge, ob und inwieweit die Nutzung des Turnhallenkomplexes seitens der JVA ausgeweitet werden muss. Denn um den Beamtennachwuchs im Gefängnis zu sichern, soll die Anwärterausbildung vom nächsten Jahr an statt zwei-statt wie derzeit einzügig laufen.

Die Justiz prüft zudem, ob sie die Fortbildungsangebote in Eingriffs- und Sicherheitstechniken sowie in Deeskalationstechniken erhöht. Diese Prüfung sei noch nicht abgeschlossen.

Der Sporthallenkomplex wird vom Staat und von den Vereinen benötigt. Von 8 bis 15 Uhr ist der Staat dran mit der Anwärterausbildung, Angeboten des Gesundheitsmanagements, Fortbildungen, Bewerberauswahlverfahren (Sporttest) und der Ausbildung der Sportübungsleiter.

Außerdem nutzt das Amtsgericht Brandenburg die Sporthalle mehrmals in der Woche für Fitness und Volleyball, die Wasserschutzpolizei trainiert dort an zwei Dienstagen pro Monat, die Generalstaatsanwaltschaft geht bei Bedarf fürs Mannschaftssporttraining in die Halle. Gefangene und U-Häftlinge nutzen die neue Sporthalle in der Anstalt.

Die Verträgen mit den Sportvereinen SV 63 Brandenburg West und Budokan Brandenburg (früher PSG Dynamo Brandenburg) gelten seit zwanzig Jahren.

Ihre Nutzungszeiten sind auf die Montage bis Freitage mit je sechs Stunden festgelegt plus dem Kinder- und Jugendspielbetrieb sowie den Wettkämpfen und Punktspielen an den Wochenenden.

Die Vereine beteiligen sich zum Teil Eigenleistungen durch an den Betriebskosten, die im vergangenen Jahr bei gut 70 000 Euro lagen.

Ein Vereinsleben ohne die Halle kann sich Budokan-Trainer Wolfgang Link nicht vorstellen. „Das wäre das Ende des Vereins“, sagt er klipp und klar.

Von Jürgen Lauterbach

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