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10:53 07.03.2018
Der Katharinenkirchplatz soll aufgegeben werden, das war auch ein Wunsch der Händler, die mehr Laufkundschaft wollen. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Neuer Versuch beim Ausschreiben der Wochenmärkte. Der Versuch zuvor war bereits im jüngsten Wirtschaftsausschuss gescheitert.

Nun sollen es fünf statt bisher vier Standorte sein, auf denen Wochenmärkte abgehalten werden können. Überraschenderweise sind auch zwei Plätze dabei, auf denen ein Markttreiben bislang ausgeschlossen schien: Der Altstädtische Markt und der Neustädtische Markt (in der nicht öffentlichen Beschlussvorlage ist er als Molkenmarkt bezeichnet). Dafür ist der jetzige Neustadt-Standort Katharinenkirchplatz nicht mehr aufgeführt. Daneben gibt es noch die bekannten Standorte: Nord (Werner-Seelenbinder-Straße), Hohenstücken (Tschirchdamm) sowie Nicolaiplatz.

Alle fünf Standorte sind einzeln ausgeschrieben, könnten theoretisch an fünf verschiedene Konzessionsnehmer vergeben werden. Jüngst war die Verwaltungsvorlage unter anderem daran gescheitert, dass „Pakete“ geschnürt worden waren, also beispielsweise die Märkte in Nord und Hohenstücken waren nur gemeinsam zu haben. Dem Vernehmen nach soll der Stadtverordnete Norbert Langerwisch (Freie Wähler) im Wirtschaftsausschuss sinngemäß bemängelt haben, dabei lege man einen Gesunden und einen Kranken in ein gemeinsames Bett, in der Hoffnung, dass beide gesund würden. Der Markt in Nord floriert, der in Hohenstücken dümpelt nur so vor sich hin, wenn er überhaupt stattfindet.

Laufzeit über 42 Monate

Die Konzessionsverträge sollen eine Laufzeit von 42 Monaten von Anfang Juli 2018 bis Ende 2021 haben.

Am Donnerstag berät der Wirtschaftsausschuss, bevor am 19. März der Hauptausschuss endgültig entscheidet.

Fünf Konzessionen sind zu vergeben.

Gut möglich, dass es am Ende nur für zwei oder drei Standorte Konzessionsnehmer gibt, weil die geschäftlichen Aussichten auf das Betreiben der anderen Standorte zu düster sind. Mit der neuen Beschlussvorlage sind nun auch Beschränkungen gefallen, die zuvor als „heilig“ galten : So sind alle Standorte nur noch als „Wochenmarkt“ betitelt. Bislang galten beispielsweise für den Katharinenkirchplatz und den Nicolaiplatz Einschränkungen wie die Bezeichnung „Frischemarkt“: Das heißt, es durften nur Lebensmittel, möglichst aus der Region, möglichst frisch vom Feld, aus der Molkerei oder aus der Schlachterei beziehungsweise Blumen verkauft werden. So genannte Non-Food-Artikel wie Kleidung, Schuhe, Leder- oder Haushaltswaren durften an diesen Standorten nicht angeboten werden. Offensichtlich sind diese Beschränkungen entfallen.

Vielmehr zählt nur noch der Geldbetrag, der in die Stadtkasse fließt: „Die Höhe der angebotenen Konzessionsabgabe ist ... das einzige Wertungskriterium in der Zuschlagserteilung“, heißt es in der neuen Beschlussvorlage. Im Haushaltsplan der Stadt sind unter dem Sachkonto „Mieten und Pachten“ Einnahmen von jährlich 19.800 Euro aus Wochenmärkten geplant. Wenn der Preis das einzige Kriterium bleibt, könnte die Stadt auf etwas mehr Einnahmen hoffen.

Alle anderen Aspekte bleiben ausgespart: „Die Vergabe einer Konzession für Wochenmärkte kann nur eine Teilmaßnahme zur weiteren Belebung zentraler Plätze sein. Themenmärkte oder Events beruhen auf Initiative von Vereinen und privaten Veranstaltern.“

Von André Wirsing

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